{"id":11534,"date":"2018-05-14T15:00:32","date_gmt":"2018-05-14T15:00:32","guid":{"rendered":"http:\/\/sangokai.org\/?page_id=11534"},"modified":"2026-02-22T22:28:51","modified_gmt":"2026-02-22T22:28:51","slug":"anleitung-start-dosierplan-tag-2-2-2","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/sangokai.org\/?page_id=11534","title":{"rendered":"Anleitung START-Dosierplan Tag 4"},"content":{"rendered":"<p>[vc_row full_width=&#8220;full_width_content&#8220;][vc_column][vc_empty_space height=&#8220;100&#8243;][vc_custom_heading text=&#8220;Start-Dosierplan Tag 4&#8243; font_container=&#8220;tag:h2|font_size:40|text_align:center|color:%236e6e6e&#8220; google_fonts=&#8220;font_family:PT%20Sans%3Aregular%2Citalic%2C700%2C700italic|font_style:400%20regular%3A400%3Anormal&#8220;][vc_empty_space height=&#8220;20&#8243;][vc_custom_heading text=&#8220;Dein Aquarium zeigt Dir, dass es lebt:<br \/>\nerste Mikroalgenbel\u00e4ge und Wassertr\u00fcbungen&#8220; font_container=&#8220;tag:h2|font_size:32|text_align:center|color:%236e6e6e&#8220; google_fonts=&#8220;font_family:PT%20Sans%3Aregular%2Citalic%2C700%2C700italic|font_style:400%20regular%3A400%3Anormal&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row full_width=&#8220;full_width_content&#8220;][vc_column width=&#8220;1\/6&#8243;][vc_column_text]<br \/>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;2\/3&#8243;][vc_custom_heading text=&#8220;Was Du heute am vierten Tag zu erledigen hast&#8220; font_container=&#8220;tag:h2|font_size:30|text_align:center|color:%239e9447&#8243; google_fonts=&#8220;font_family:PT%20Sans%3Aregular%2Citalic%2C700%2C700italic|font_style:400%20regular%3A400%3Anormal&#8220;][vc_column_text]<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;\">Heute steht die zweite Dosierung von nutri-N\/complete entsprechend des START-Dosierplans an. Sonst wird der Tag f\u00fcr Dich entspannt und bietet Dir Gelegenheit, Dich in Ruhe auf die n\u00e4chsten Entwicklungen im Aquarium gedanklich vorzubereiten. Daher sprechen wir heute \u00fcber die ersten Mikroalgenbel\u00e4ge auf Deinen Gestaltungsoberfl\u00e4chen, \u00fcber Wassertr\u00fcbungen, die in Deinem neuen Becken m\u00f6glich sein k\u00f6nnen, sowie die praktische Durchf\u00fchrung der Scheibenreinigung in der Startphase und im langfristigen Betrieb.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;\">Wenn Du Dich am Vortag mit den Wassertests noch schwer getan hast, kannst Du gerne die Messungen wiederholen, um den Umgang mit Deinen Tests zu \u00fcben und weiter zu routinieren.<\/span><\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/6&#8243;][vc_column_text]<br \/>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row full_width=&#8220;full_width_content&#8220;][vc_column width=&#8220;1\/6&#8243;][vc_column_text]<br \/>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;2\/3&#8243;][vc_custom_heading text=&#8220;Allgemeine Beckenkontrolle, zweite START-Dosierung und wir begeben uns auf einen Exkurs in die Thematik Mikroalgenbel\u00e4ge und Wassertr\u00fcbungen.&#8220; font_container=&#8220;tag:h2|font_size:30|text_align:center|color:%239e9447&#8243; google_fonts=&#8220;font_family:PT%20Sans%3Aregular%2Citalic%2C700%2C700italic|font_style:400%20regular%3A400%3Anormal&#8220;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/6&#8243;][vc_column_text]<br \/>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_empty_space height=&#8220;50px&#8220;][vc_single_image image=&#8220;11589&#8243;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_column_text]<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: medium;\">Nach der gestrigen nutri-N\/complete Initial-Dosierung folgt heute die zweite Dosis, die mit 1,5 mL pro 100 L bereits etwas geringer ausf\u00e4llt. Es ist durchaus m\u00f6glich, dass Dein Absch\u00e4umer mittlerweile einen festeren Schaum produziert. Ein Lebengestein-Riffaquarium wird von Beginn an durch die R\u00fcckl\u00f6sung von totem organischen Material eine andere und v.a. schnellere Wirkung auf das Absch\u00e4umergebnis haben, als ein k\u00fcnstlich dekoriertes Aquarium, das so gut wie keine absch\u00e4umbaren Substanzen erzeugt. Dadurch ist die Entwicklung der Absch\u00e4umleistung in der ersten Zeit sehr individuell.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: medium;\">Es ist bereits heute schon m\u00f6glich, dass erste Mikroalgen auf den Scheiben, dem Boden und der Gestaltung sichtbar werden. Auch das ist sehr individuell und beginnt mit Lebendgestein schneller als mit k\u00fcnstlichen Materialien. Rechne also gerne ab heute und in den n\u00e4chsten Tagen damit, dass sich Mikroalgen entwickeln werden. Typische braune Kieselalgen, ggf. auch gr\u00fcne Mikroalgen oder rote Cyanobakterien, geh\u00f6ren zur Entwicklung dazu und sind kein Zeichen f\u00fcr eine Problematik, sondern stellen die nat\u00fcrliche Entwicklung einer Organismengemeinschaft dar, die \u00f6kologisch immer mit Pionierarten wie Kieselalgen, Mikro-Gr\u00fcnalgen und Cyanobakterien startet und \u00fcber die wir heute ausf\u00fchrlich sprechen werden.<\/span><\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row full_width=&#8220;full_width_content&#8220;][vc_column width=&#8220;1\/6&#8243;][vc_column_text]<br \/>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;2\/3&#8243;][vc_custom_heading text=&#8220;Erste Mikroalgenbel\u00e4ge und Wassertr\u00fcbungen: M\u00f6gliche Ursachen, korrekte Beurteilung und Verfahrensweisen&#8220; font_container=&#8220;tag:h2|text_align:center|color:%239e9447&#8243; google_fonts=&#8220;font_family:PT%20Sans%3Aregular%2Citalic%2C700%2C700italic|font_style:400%20regular%3A400%3Anormal&#8220;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/6&#8243;][vc_column_text]<br \/>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row parallax=&#8220;&#8220; parallax_image=&#8220;&#8220;][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_custom_heading text=&#8220;Mikroalgenbel\u00e4ge: die sind doch nicht normal, oder?&#8220; font_container=&#8220;tag:h2|text_align:center|color:%239e9447&#8243; google_fonts=&#8220;font_family:PT%20Sans%3Aregular%2Citalic%2C700%2C700italic|font_style:400%20regular%3A400%3Anormal&#8220;][vc_separator][vc_column_text]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt; color: #000000;\">Doch,\u00a0das sind sie! Und es ist gut,\u00a0dass Dein Aquarium Dir zeigt,\u00a0dass es lebt und langsam beginnt, sich \u00f6kologisch zu entwickeln. Die meisten Algen sind f\u00fcr Aquarianer genau wie f\u00fcr Teichaquarianer seit jeher eine Plage. Insbesondere vor Mikroalgen und Cyanobakterien haben viele Meerwasseraquarianer eine tief gehende, oftmals aber auch v\u00f6llig unbegr\u00fcndete Angst, haupts\u00e4chlich davor, dass sie einer vermeintlichen Plage nachher nicht mehr Herr werden. Grund\u00a0genug, um schon heute an\u00a0dieser Stelle\u00a0dar\u00fcber zu sprechen und Dir Deine \u00c4ngste zu nehmen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt; color: #000000;\">Ganz typischerweise begegnen wir in der Startphase von Riffaquarien den braunen mattenbildenden Kieselalgen (&#8222;Diatomeen&#8220;) als Erstbesiedler von frischem Bodengrund und Gestaltungsmaterial. Bekanntlich sind Kieselalgen auf Silizium (chemisches Symbol Si) angewiesen, das im Meerwasser haupts\u00e4chlich in Form von Silikat vorliegt. Daraus bauen sie eine f\u00fcr sie charakteristische Zellwand auf. F\u00fcr Kieselalgen ist Kiesels\u00e4ure (Silikat) also ein essentieller Baustoff, d.h., wenn mit der Zeit der Gehalt an Kiesels\u00e4ure sinkt, verschwinden auch die Kieselalgen von alleine. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt; color: #000000;\">Kieselalgen sind im Meerwasseraquarium keine aggressiven Milieuver\u00e4nderer wie manch andere Algen,\u00a0d.h., sie sind keine \u00f6kologischen Aggressoren,\u00a0die sich negativ auf\u00a0die Entwicklung und\u00a0den Gesundheitszustand des\u00a0Beckens auswirken. Sie sind f\u00fcr uns v.a. nur ein optisches Problem, wenn sie lang anhaltend zu stark wachsen und den Bodengrund und die Gestaltung gro\u00dffl\u00e4chig \u00fcberziehen. Vielmehr sind Kieselalgen eine \u00f6kologisch sehr wichtige Nahrungsgrundlage und spielen eine gro\u00dfe Rolle in der Entwicklung komplexer Nahrungsnetze, weil sich viele Kleinstorganismen (z.B. Copepoden) von ihnen ern\u00e4hren. Wenn also erste Mikroalgenbel\u00e4ge auftauchen, ist\u00a0das ein positives Zeichen, weil\u00a0du jetzt\u00a0davon ausgehen <span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: medium;\">d<\/span>arfst,\u00a0dass sich\u00a0dein Aquarium in seiner Organismenvielfalt weiter entwickelt. Selbst wenn\u00a0dein Aquarium in\u00a0den n\u00e4chsten Tagen und Wochen stark mit Kieselalgen bewachsen wird, ist\u00a0das kein Problem. In\u00a0den ersten Laboranalysen (ICP-OES), sp\u00e4testens nach Abschluss des START-Dosierplans, wird Silizium von jedem Anbieter gemessen. Du wirst also sehen, ob\u00a0dein Meerwasser einen zu hohen Silikatgehalt aufweist und solltest sp\u00e4testens dann\u00a0\u00fcberpr\u00fcfen, ob\u00a0das Silikat aus\u00a0deinem Leitungswasser stammt (Silikatmessung\u00a0direkt im Leitungswasser vor\u00a0der Wasseraufbereitung), oder ggf. nur eine R\u00fcckl\u00f6sung aus der neuen Gestaltung ist.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt; color: #000000;\">Silikat wird mit\u00a0dem ersten Ausgangswasser\/Meersalz und oft auch mit\u00a0dem frischen Gestaltungsmaterial ins Meerwasser eingebracht. Bei einer ausreichend guten Wasseraufbereitung mit Osmoseanlage und nachgeschaltetem Ionenaustauscher (Silikat ist ein Anion und wird daher nur von einem Anionenaustauscher gebunden)\u00a0wird aber\u00a0der Silikatgehalt mit\u00a0der Zeit sinken und\u00a0die Kieselalgen werden von alleine verschwinden. Aktiv musst\u00a0du also im Becken nichts tun, um Silikat zu binden oder Kieselalgen zu entfernen. Vor allem solltest\u00a0Du nicht mit einem &#8222;Silikatbinder&#8220; arbeiten, weil\u00a0diese oft auch\u00a0dominant Phosphat ziehen, was die\u00a0Etablierung eines ausgeglichenen\u00a0N\u00e4hrstoffhaushalts im jungen Aquariensystem kritisch gef\u00e4hrden kann. Bewerte also Silikat und Kieselalgen in\u00a0der Startphase absolut gelassen und optimiere bei Bedarf (hohe Silkatausgangsbelastung) die\u00a0Ausgangswasseraufbereitung, aber versuche nicht, Silikat aus\u00a0deinem Aquariumwasser aktiv zu entfernen. Damit\u00a0kannst\u00a0du\u00a0die Entwicklung deines Riffaquariums massiv st\u00f6ren.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt; color: #000000;\">Was ebenfalls in frischen Riffaquarien h\u00e4ufig auftaucht sind Zooxanthellen (also Dinoflagellaten), die von Korallen aufgrund der f\u00fcr sie bestehenden Milieu\u00e4nderung oft rasch innerhalb der ersten Tage nach dem einsetzen ausgesto\u00dfen werden. Ver\u00e4nderungen in\u00a0der Lichtumgebung, ein niedriger N\u00e4hrstoffgehalt und v.a. auch\u00a0der Stress nach Transport und Zwischenh\u00e4lterung f\u00fchrt fast automatisch\u00a0dazu,\u00a0dass manche Korallen aus dem Erstbesatz\u00a0einen Teil ihrer Zooxanthellen im gerade gestarteten Riffaquarium auswerfen. Wenn Du also Dinoflagellaten in Deinem jungen Aquarium\u00a0diagnostizierst (mikroskopische Untersuchung), beachte bitte,\u00a0dass\u00a0dies in\u00a0der Regel nur ausgesto\u00dfene Zooxanthellen sind. In\u00a0den SANGOKAI Empfehlungen A-Z (SEA-Z) stehen Dir weitere Informationen zum Stichwort Dinoflagellaten zur Verf\u00fcgung. Auch hier solltest Du auf keinen Fall in Panik verfallen! Es ist ein typischer Zustand\u00a0in\u00a0der Startphase von Riffaquarien,\u00a0die entweder mit Lebendgestein gestartet wurden, oder schon zum jetzigen Zeitpunkt erste Korallen beherbergen, \u00a0z.B. wegen eines Beckenumbaus oder Beckenumzugs, \u00a0wenn die Korallen also sofort wieder\u00a0eingesetzt wurden. Behalte Dir also f\u00fcr\u00a0die n\u00e4chste Zeit im Kopf, wenn Du Dein Aquarium mit Korallen sukzessive besetzt,\u00a0dass die Korallen immer wieder einmal Zooxanthellen aussto\u00dfen k\u00f6nnen und sich\u00a0die nun freigesetzten Dinoflagellaten au\u00dferhalb ihres Wirtes auf Deiner Gestaltung und dem Boden ablagern und hier eine ganze Weile \u00fcberleben k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt; color: #000000;\">Wichtig und vorrangig beim Thema Dinoflagellaten ist immer die Beleuchtung. Wenn Du in Deinem jungen Aquariensystem mit einer aggressiven Lichtumgebung arbeitest (vgl.\u00a0dazu wie gesagt\u00a0die SEA-Z zum Stichwort Dinoflagellaten),\u00a0dann erzeugst\u00a0du potentiell kritischen Strahlungsstress in\u00a0den Korallen und forcierst\u00a0das Aussto\u00dfen von Zooxanthellen, also das Auftreten von Dinoflagellaten. Eine gesunde und sinnvolle Lichtumgebung ist vor allem f\u00fcr\u00a0den Beckenstart und\u00a0in jungen Aquariensystemen sehr wichtig, um die Strahlungsenergie m\u00f6glichst vollwertig in Photosynthese und Korallenwachstum umsetzen zu k\u00f6nnen, spielt aber nat\u00fcrlich in jedem Aquarium auch langfristig eine gro\u00dfe Rolle, v.a. in akuten Problemsituationen, wenn es darum geht, Korallen vor sekund\u00e4ren Sch\u00e4den durch akuten Strahlungsstress zu sch\u00fctzen.\u00a0<\/span><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt; color: #000000;\">Im folgenden YouTube Video erl\u00e4utere ich Dir wichtiges Hintergrundwissen zu dieser Thematik und erkl\u00e4re Dir die Wichtigkeit einer gesunden und moderaten Lichteinstellung vor allem auch f\u00fcr den Beckenstart.<\/span><\/p>\n<p>[\/vc_column_text][vc_video link=&#8220;https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=fiVrFNIYuYs&#8220;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_custom_heading text=&#8220;Wassertr\u00fcbungen: Ursachen und m\u00f6gliche Vorgehensweisen.&#8220; font_container=&#8220;tag:h2|text_align:center|color:%239e9447&#8243; google_fonts=&#8220;font_family:PT%20Sans%3Aregular%2Citalic%2C700%2C700italic|font_style:400%20regular%3A400%3Anormal&#8220;][vc_separator][vc_column_text]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt; color: #000000;\">Wassertr\u00fcbungen k\u00f6nnen in der Startphase unterschiedlicher Natur sein: entweder anorganisch-mineralisch, z.B. durch Erstabrieb von neuem Gestaltungsmaterial, sowie\u00a0durch feinste Kalkausf\u00e4llungen in frisch angesetztem Meerwasser,\u00a0das mit einem stark kalkangereicherten Meersalz aufgesalzt wurde, oder organisch-biogen, verursacht\u00a0durch Bakterioplankton oder Phytoplankton.\u00a0Beides ist in der Start- und Entwicklungsphase weder untypisch, noch in irgend einer Weise kritisch zu bewerten. Es gibt also wie schon bei\u00a0der Beurteilung Deiner ersten Mikroalgenbel\u00e4ge absolut keinen Grund zur Besorgnis.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt; color: #000000;\">Kalkf\u00e4llungen durch ein \u00fcbertrieben Kalk-angereichertes Meersalz\u00a0werden sich in den ersten Tagen nach dem Beckenstart in der Regel an den Aquarienscheiben und dem Glasboden (v.a. im Technikbecken), sowie an Technikkomponenten wie den Str\u00f6mungspumpen oder dem Heizstab abscheiden und hinterlassen dort eine feine grau-wei\u00dfe Schicht.\u00a0Mit sinkendem Calciumgehalt bzw. KH-Level nehmen die F\u00e4llungen mehr oder weniger schnell ab und\u00a0Dein\u00a0Absch\u00e4umer kann sehr feines Kalkmaterial auch im Schaum binden und aus\u00a0dem Wasser entfernen.\u00a0Chemische Kalkf\u00e4llungen f\u00fchren zun\u00e4chst einmal nur dazu,\u00a0dass\u00a0der Calciumgehalt und\/oder\u00a0die Karbonath\u00e4rte unter\u00a0die Sollwert-Referenzbereiche (vergl.\u00a0SEA-Z, Stichwort Kalkhaushalt) fallen k\u00f6nnen und Du schon jetzt\u00a0gezielt\u00a0nachdosieren\u00a0musst. Ausgef\u00e4llter Kalk ist aber keineswegs sch\u00e4dlich und es besteht kein Grund zur Sorge,\u00a0dass sich\u00a0das ausgef\u00e4llte Material negativ auf Dein\u00a0Riffaquarium auswirkt.\u00a0Mit der Zeit findet oft auch eine R\u00fcckl\u00f6sung ins Wasser statt, was aber mitunter einige Wochen\u00a0dauern kann, v.a. durch einsetzende mikrobiologische Aktivit\u00e4t, die durch S\u00e4ureausscheidung den niedergeschlagenen Kalk l\u00f6st. Es ist allerdings ein Verlust,\u00a0der unwirtschaftlich und ineffizient ist. Nicht nur f\u00fcr\u00a0den Beckenneustart, sondern\u00a0grunds\u00e4tzlich\u00a0auch im langfristigen Betrieb sollte\u00a0ein Meersalz so konzipiert sein,\u00a0dass es\u00a0die f\u00fcr ozeanisches Meerwasser bei 35 psu Salinit\u00e4t nat\u00fcrlichen Werte f\u00fcr alle Hauptkompomenten aufweist, also auch f\u00fcr die Kalkhaushalt-Elemente: Calcium, Magnesium, Strontium und die Alkalinit\u00e4t. Es macht keinen Sinn, wenn Du ein\u00a0hoch mit Kalk angereichertes Meersalz kaufst und\u00a0der vermeintliche Mehrwert,\u00a0den Du\u00a0auch entsprechend bezahlst, f\u00e4llt innerhalb weniger Tage chemisch aus und erzeugt schon kurz nach dem Beckenstart eine Disbalance im Kalkhaushalt. Mit einem sinnvoll konzipierten und gut gemischten Meersalz von hoher Qualit\u00e4t passiert\u00a0das so gut wie nicht, allenfalls in nur geringem\u00a0und qualitativ nicht wirkungsvollem Ma\u00dfe.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt; color: #000000;\">Biologisch etwas umfangreicher in\u00a0der Erkl\u00e4rung\u00a0sind organisch-biogene Wassertr\u00fcbungen,\u00a0die v.a.\u00a0durch Bakterioplankton verursacht werden, also\u00a0durch frei im Wasser lebende Bakterien,\u00a0die sich nicht auf festen Substraten niederlassen, sondern zeitlebens ihr Dasein im Freiwasser verbringen (Plankton). Auch Phytoplankton, also im Freiwasser lebende Mikroalgen, k\u00f6nnen in der Startphase auftreten, gerne v.a. bei Lebendgestein mit anf\u00e4nglich hoher organischer Belastung.\u00a0Erst einmal besteht aber kein Grund zur Beunruhigung. W\u00e4hrend des Beckenstarts, wenn noch wenige Organismen\u00a0den Weg in\u00a0das neue Aquarium gefunden haben, herrscht so gut wie kein \u00f6kologischer Konkurrenzdruck. Es steht viel Platz zur Verf\u00fcgung und jeder Organismus, v.a.\u00a0die Pionierarten wie Cyanobakterien und Kieselalgen, aber auch einige planktonische Bakterien oder Mikrogr\u00fcnalgen, versuchen sich naturgem\u00e4\u00df mit starkem Wachstum im \u00d6kosystem zu behaupten, so lange es eben geht. Solche \u00f6kologischen Pioniere kalkulieren damit,\u00a0dass sie sich in einer labilen Situation massenhaft fortpflanzen und verbreiten k\u00f6nnen.\u00a0Eine solche Massenvermehrung ist jedoch nicht unendlich, denn mit abnehmender Verf\u00fcgbarkeit von Ressourcen und gleichzeitig zunehmender Konkurrenz\u00a0durch andere Lebewesen wird ihr Kompetitivit\u00e4ts-Level schnell erreicht und \u00fcberschritten. Andere Organismen mit einem l\u00e4ngeren Atem,\u00a0die zwar meist langsamer wachsen, daf\u00fcr aber st\u00e4rker und durchsetzungsf\u00e4higer sind, k\u00f6nnen solche Pioniere rasch verdr\u00e4ngen, weil ihr \u00dcberleben und Ihr Fortbestehen\u00a0auf Kontinuit\u00e4t setzt, basierend auf einem stabilen \u00d6kosystem, dass\u00a0Du mit\u00a0einer guten Aquarienplanung und dem z\u00fcgigen Korallenbesatz auch etablierst. Nur labile Systeme, wie\u00a0jetzt in\u00a0den ersten Tagen und Wochen\u00a0der Startphase, sind f\u00fcr Pionierorganismen geeignet, weil\u00a0das generelle Kompetitivit\u00e4tsniveau noch niedrig ist. Daher ist auch\u00a0der fr\u00fchzeitige Korallenbesatz so wichtig, um m\u00f6glichst z\u00fcgig \u00f6kologisch kompetitive Korallen und ihre nat\u00fcrlichen Begleitorganismen (Bakterien im Korallenschleim, Mikroben auf den Substratsteinen)\u00a0einzubringen,\u00a0die einen Verdr\u00e4ngungseffekt aus\u00fcben, sowohl durch\u00a0eine Raumkonkurrenz, als auch eine N\u00e4hrstoffkonkurrenz.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt; color: #000000;\"><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif;\">An dieser Stelle ist es sehr wichtig, dass Du\u00a0dir \u00fcber\u00a0die \u00f6kologische Bedeutung\u00a0der Pionierorganismen bewusst wirst. Auch wenn im ersten Moment eine Bakterioplanktonbl\u00fcte kritisch ausschaut, oder auch ausgedehnte Mikroalgenbel\u00e4ge auf der\u00a0Gestaltung Deinem neuen Aquarium keinen\u00a0sch\u00f6nen Anblick verleihen, ist es eine Nahrungsgrundlage f\u00fcr alle anderen Mikroben,\u00a0die sich nun entwickeln und ihrerseits vermehren k\u00f6nnen. Jede Entwicklung setzt bestehende Ressourcen voraus, auf deren Basis dann mit der Zeit vielseitigere und hochwertigere Ressourcen entstehen k\u00f6nnen, <span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">die\u00a0<\/span>langfristig die\u00a0<\/span><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif;\">Grundlage<\/span><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif;\">\u00a0f\u00fcr ein ganzes Nahrungsnetz\u00a0bil<span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt;\">den<\/span>.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt; color: #000000;\">Wenn sich also in der Startphase im Wasser eine leichte Bakterioplanktonbl\u00fcte entwickelt, betrachte dies als den Beginn einer nat\u00fcrlichen Entwicklung, und nicht als grunds\u00e4tzlich kritischen Zustand, den Du auf jeden Fall korrigieren musst. In der Regel sind solche Bl\u00fcten nur kurzweilig und verschwinden nach einigen Tagen bis einer Woche von alleine, eben dann, wenn sich weitere Organismen etablieren, die einen Konkurrenzkampf ausl\u00f6sen und diesen nach und nach f\u00fcr sich entscheiden.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt; color: #000000;\">Allerdings neigen viele k\u00fcnstliche Dekorationsmaterialien, wenn diese ausschliesslich f\u00fcr die Riffgestaltung verwendet werden, dazu, schneller Bakterioplanktonbl\u00fcten zu entwickeln, die sich mitunter rasant, sehr stark und damit auch kontraproduktiv f\u00fcr das Aquariumsystem entwickeln k\u00f6nnen. Daher empfehlen wir f\u00fcr solche Becken immer zum Beckenstart eine UV-Anlage anschlussbereit im Haus zu haben. Wer ganz sicher gehen m\u00f6chte, l\u00e4sst die UV-Anlage f\u00fcr die ersten 3-4 Wochen dauerhaft mit laufen. Informationen dazu stehen auch in den SEA-Z zum Stichwort UV-C Entkeimung zur Verf\u00fcgung.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt; color: #000000;\">Wenn Dein Wasser eine starke Bakterioplanktonbl\u00fcte, oder bei hohem N\u00e4hrstoffeintrag durch z.B. belastetes Lebendgestein eine Phytoplanktonbl\u00fcte (gr\u00fcnes oder braunes Wasser) entwickelt, die sehr dominant und hartn\u00e4ckig bleibt und nicht von alleine verschwindet, solltest Du immer auf eine UV-Anlage zur\u00fcck greifen, die ein guter Fachh\u00e4ndler oder ein Aquarienkollege f\u00fcr einige Zeit z.B. auch zum Verleih anbietet. Eine UV-Anlage wirkt bereits oft nach wenigen Tagen mit sichtbarem Erfolg und sollte dann f\u00fcr mind. 3-4 Wochen weiter laufen, damit sie nachhaltig wirken und die Bl\u00fcte vollst\u00e4ndig entfernen kann. Eine langanhaltende und hartn\u00e4ckige Bl\u00fcte kann den gesunden Start des Riffaquariums behindern und eine Konkurrenz zu den Korallen erzeugen. Sie ist dennoch kein Zeichen f\u00fcr eine grunds\u00e4tzlich ung\u00fcnstige Entwicklung, oder daf\u00fcr, dass du etwas falsch gemacht hast. Gelegentlich kommen solche Zust\u00e4nde vor, die du aber mit einer UV Anlage im Bedarfsfall zuverl\u00e4ssig korrigieren kannst. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt; color: #000000;\">Wichtiger Hinweis f\u00fcr das SANGOKAI System: auf keinen Fall arbeitest Du im SANGOKAI System mit k\u00e4uflichen Bakterien-Produkten, die industriell kultivierte Bakterienst\u00e4mme dosieren, auch wenn diese im Handel sehr gerne zum Beckenstart gerade mit k\u00fcnstlichem Gestaltungsmaterial verkauft werden. Im SANGOKAI System arbeitest Du nur mit den Bakterien, die jede Koralle mit sich tr\u00e4gt und die beim Korallenerstbesatz automatisch mit einziehen. Diese Bakterien, die auch aus dem gleichen Biotop stammen wie Deine Korallen, werden dann im SANGOKAI System versorgt und k\u00f6nnen sich in einem nat\u00fcrlichen und gesunden Ma\u00dfe parallel zu den Korallen entwickeln. Es gilt im SANGOKAI System also grunds\u00e4tzlich, auf k\u00fcnstliche\/industriell kultivierte Bakterien vollst\u00e4ndig zu verzichten, um f\u00fcr Deine Korallen m\u00f6glichst optimale und konkurrenzfreie Bedingungen zu schaffen. Deine Korallen tragen alle Bakterien, die sie ben\u00f6tigen, mit sich, und diese versorgt Du mit dem SANGOKAI System.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row full_width=&#8220;full_width_content&#8220;][vc_column width=&#8220;1\/6&#8243;][vc_column_text]<br \/>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;2\/3&#8243;][vc_custom_heading text=&#8220;Scheibenreinigung: wann ist sie sinnvoll und unter welchen Voraussetzungen auch nicht?&#8220; font_container=&#8220;tag:h2|text_align:center|color:%239e9447&#8243; google_fonts=&#8220;font_family:PT%20Sans%3Aregular%2Citalic%2C700%2C700italic|font_style:400%20regular%3A400%3Anormal&#8220;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/6&#8243;][vc_column_text]<br \/>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row parallax=&#8220;&#8220; parallax_image=&#8220;&#8220;][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_separator][vc_column_text]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt; color: #000000;\">Jedes Aquarium siedelt mehr oder weniger schnell einen Biofilm aus Bakterien und v.a. auch Mikroalgen an, der sich sehr dynamisch und\u00a0individuell\u00a0entwickelt, aber in\u00a0jedem Fall nach einigen Tagen\u00a0dazu f\u00fchrt,\u00a0dass Du\u00a0nicht mehr gut ins Aquarium schauen kannst. Die Scheibenreinigung ist\u00a0also eine aquaristische Routine,\u00a0die keinem Aquarianer erspart bleibt, egal ob\u00a0das Becken 100% gesund ist und entsprechend toll aussieht, oder es ein problembehaftetes Aquarium ist. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt; color: #000000;\">Eine frisch gereinigte Scheibe ist\u00a0das perfekte Siedlungssubstrat, v.a. f\u00fcr genau\u00a0die\u00a0Organismen,\u00a0die man durch\u00a0die Scheibenreinigung vorher entfernt hat. Dabei kommt es\u00a0darauf an, wie artenreich und wie stark gewachsen der Biofilm auf der Scheibe individuell ist. Je dicker\u00a0und artenreicher ein Scheibenbiofilm ist, desto mehr schabt man mit\u00a0dem Reiniger eine feste und in sich geschlossene Biofilmstruktur von\u00a0der Scheibe ab,\u00a0die sich\u00a0wegen ihrer Gruppierung als verbundene Masse gar nicht sofort wieder ansiedeln kann. Es braucht \u00fcber einige Tage eine Prim\u00e4ransiedlung und Neuformierung\u00a0des Scheibenbiofilms, und so lange hat man als Pfleger\u00a0des Aquariums Zeit, entspannt\u00a0durch eine saubere Scheibe zu blicken.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt; color: #000000;\">Gerade im jungen Riffaquarium, aber\u00a0durchaus auch zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt, kommt es gelegentlich vor,\u00a0dass sich nur eine einzige, sehr dominante Bakterien- oder Mikroalgenart auf\u00a0der Scheibe niederl\u00e4sst und durch\u00a0massiv schnelles Wachstum einen monotypischen Biofilm erzeugt (also einen Biofilm,\u00a0der nur aus\u00a0diesem einen Organismus besteht). Diesen Belag zu entfernen bedeutet zun\u00e4chst nur, wieder frisches Siedlungssubstrat zu generieren, auf\u00a0dem sich\u00a0die kurzfristig ins Freiwasser gel\u00f6sten Mikroorganismen z\u00fcgig wieder ansiedeln k\u00f6nnen. Wenn Du in einer solchen Situation Deine Scheiben t\u00e4glich reinigst, oft sogar schon nach einigen Stunden, weil der Belag erneut vollst\u00e4ndig auf der Scheibe aufsitzt, schaffst Du\u00a0st\u00e4ndig frischen Siedlungsraum und h\u00e4ltst die Art in einer optimalen Wachstumsphase, machst die Situation also nicht besser, sondern verst\u00e4rkst das Problem mit jeder einzelnen Scheibenreinigung. Denn durch das st\u00e4ndige Scheibenreinigen entsteht kein \u00f6kologischer Konkurrenzdruck, \u00fcber\u00a0den wir weiter oben bereits beim Stichwort organisch-biogene Wassertr\u00fcbung\u00a0durch Bakterio-\/Phytoplanktonbl\u00fcten diskutiert\u00a0haben.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt; color: #000000;\">Je l\u00e4nger Du in einem solchen Fall Deine Scheiben ungeputzt l\u00e4sst,\u00a0desto mehr verlangsamt sich \u00fcber\u00a0die folgenden Tage\u00a0die Wachstums- und Vermehrungsrate im monotypischen Biofilm, v.a weil\u00a0die Ressource Siedlungsraum immer kleiner wird. Eine\u00a0dominate Mikroalgenart verliert\u00a0durch verlangsamtes Wachstum aber schnell an Kompetitivit\u00e4t, so dass die Wahrscheinlichkeit steigt,\u00a0dass sich schon bald ein neuer Organimus, z.B. ein Bakterium, oder eine konkurrierende Mikroalgenart in\u00a0den bis jetzt bestehenden monotypischen Biofilm einnistet und sich selbst vermehrt.<\/span><\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_separator][vc_single_image image=&#8220;11611&#8243;][vc_column_text]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt; color: #000000;\">Im gezeigten Fotobeispiel ist genau solch ein Zustand auf der Aquarienscheibe gezeigt, in dem sich ein Bakterium (wei\u00dflich) in einen bestehenden braunen Scheibenaufwuchs eingenistet hat und durch Wachstum nach Au\u00dfen den braunen Belag verdr\u00e4ngt. Es ist also nur eine Frage der Zeit, in der Du geduldig bleiben musst, wann sich ein sehr dominanter Scheibenaufwuchs \u00f6kologisch durch Konkurrenzwachstum von alleine reguliert. Es empfiehlt sich, auch wenn es Dir sicherlich schwer f\u00e4llt, f\u00fcr mindestens vier Tage, besser auch 5-7 Tage, die Aquarienscheiben gar nicht zu putzen. Wenn sich sichtbare Konkurrenzeffekte wie auf dem Foto zeigen, ist das ein guter Anhaltspunkt, dass die Ma\u00dfnahme ihre Wirkung zeigt. Wenn Du noch etwas wartest, kannst Du Deine Scheiben putzen und wirst sehr wahrscheinlich weitaus langsamer eine neue Scheibenbesiedlung feststellen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt; color: #000000;\">Die geschilderte Ma\u00dfnahme ist nicht nur f\u00fcr die Startphase des Riffaquariums geeignet, sondern ist in jedem Becken zu jedem Zeitpunkt anwendbar, wenn es eine solche akute Situation erf\u00e4hrt. Manchmal hast Du es vielleicht auch mit einer so stark wachsenden und dominanten Art zu tun, dass sich auch der kurzfristige Einsatz einer UV-Anlage f\u00fcr 3-4 Wochen empfiehlt, was allerdings immer das Problem mit sich bringt, dass auch sehr positive und n\u00fctzliche Mikroben im Wasser abget\u00f6tet werden, was insbesondere im SANGOKAI System als Nachteil betrachtet wird und den Einsatz einer UV-Anlage nur im wirklichen Not-\/Bedarfsfall legitimiert. Im SANGOKAI System sei dir von einer dauerhaften Anwendung einer UV-Anlage generell abgeraten. \u00d6kologisch sinnvoller und in der Regel ausreichend wirkungsvoll ist die geschilderte Vorgehensweise \u00fcber eine kontrollierte Scheibenreinigung mit Reinigungspausen f\u00fcr mindestens 4 Tage bis hin zu einer Woche, die ungleich dem UV-Einsatz Artenreichtum erh\u00e4lt, und nicht zur Destruktion von fast allen Organismen f\u00fchrt, die in der Wassers\u00e4ule leben und von der UV-C Strahlung abget\u00f6tet werden, wodurch das Gesamtsystem an Artenreichtum einb\u00fc\u00dft.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 12pt; color: #000000;\">Als generelle Empfehlung sei abschliessend gesagt, dass es durchaus sinnvoll ist, wenn Du Deine Aquarienscheiben gelegentlich f\u00fcr einen verl\u00e4ngerten Zeitraum bewusst\u00a0zuwachsen l\u00e4sst, was im Urlaubszeitraum automatisch der Fall ist. Es f\u00fchrt\u00a0dazu,\u00a0dass sich Scheibenbiofilme artenreicher entwickeln k\u00f6nnen, was bedeutet,\u00a0dass es weniger Dominanzeffekte gibt, und\u00a0die Reinigungsintervalle\u00a0verl\u00e4ngern sich von alleine. St\u00e4ndiges Scheibenputzen ist zwar nachvollziehbar und aus \u00e4sthetischer Sicht verst\u00e4ndlich, ist aber \u00f6kologisch betrachtet eher nachteilig. Dein Aquarium freut sich also\u00a0auch mit Dir, wenn Du f\u00fcr einige Tage in Urlaub f\u00e4hrst und einmal nichts an den Aquariumscheiben machst.<\/span><\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row parallax=&#8220;&#8220; parallax_image=&#8220;&#8220;][vc_column][vc_btn title=&#8220;zur\u00fcck zur \u00dcbersicht&#8220; shape=&#8220;round&#8220; color=&#8220;primary&#8220; i_icon_fontawesome=&#8220;fa fa-reply&#8220; add_icon=&#8220;true&#8220; link=&#8220;url:http%3A%2F%2Fsangokai.org%2F%3Fpage_id%3D8235||&#8220;][vc_btn title=&#8220;zur\u00fcck zu Tag 3&#8243; shape=&#8220;round&#8220; color=&#8220;warning&#8220; i_align=&#8220;right&#8220; i_icon_fontawesome=&#8220;fa fa-reply&#8220; add_icon=&#8220;true&#8220; link=&#8220;url:http%3A%2F%2Fsangokai.org%2F%3Fpage_id%3D11468||&#8220;][vc_btn title=&#8220;weiter zu Tag 5&#8243; shape=&#8220;round&#8220; color=&#8220;warning&#8220; i_align=&#8220;right&#8220; i_icon_fontawesome=&#8220;fa fa-share&#8220; add_icon=&#8220;true&#8220; link=&#8220;url:http%3A%2F%2Fsangokai.org%2F%3Fpage_id%3D11998|title:%5B%3Ade%5DAnleitung%20START-Dosierplan%20Tag%205%5B%3Aen%5DAnleitung%20START-Dosierplan%20Tag%204%5B%3A%5D||&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row parallax=&#8220;&#8220; parallax_image=&#8220;&#8220;][vc_column][vc_empty_space height=&#8220;80px&#8220;][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row full_width=&#8220;full_width_content&#8220;][vc_column][vc_empty_space height=&#8220;100&#8243;][vc_custom_heading text=&#8220;Start-Dosierplan Tag 4&#8243; font_container=&#8220;tag:h2|font_size:40|text_align:center|color:%236e6e6e&#8220; google_fonts=&#8220;font_family:PT%20Sans%3Aregular%2Citalic%2C700%2C700italic|font_style:400%20regular%3A400%3Anormal&#8220;][vc_empty_space height=&#8220;20&#8243;][vc_custom_heading text=&#8220;Dein Aquarium zeigt Dir, dass es lebt: erste Mikroalgenbel\u00e4ge und Wassertr\u00fcbungen&#8220; font_container=&#8220;tag:h2|font_size:32|text_align:center|color:%236e6e6e&#8220; google_fonts=&#8220;font_family:PT%20Sans%3Aregular%2Citalic%2C700%2C700italic|font_style:400%20regular%3A400%3Anormal&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row full_width=&#8220;full_width_content&#8220;][vc_column width=&#8220;1\/6&#8243;][vc_column_text] [\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;2\/3&#8243;][vc_custom_heading text=&#8220;Was Du heute am vierten Tag zu erledigen hast&#8220; font_container=&#8220;tag:h2|font_size:30|text_align:center|color:%239e9447&#8243; google_fonts=&#8220;font_family:PT%20Sans%3Aregular%2Citalic%2C700%2C700italic|font_style:400%20regular%3A400%3Anormal&#8220;][vc_column_text] Heute steht die zweite Dosierung von nutri-N\/complete entsprechend&hellip;  <\/p>\n<div class=\"read-more-button\"><a class=\"button\" href=\"http:\/\/sangokai.org\/?page_id=11534\" title=\"Read Anleitung START-Dosierplan Tag 4\">Mehr lesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":8235,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"page-templates\/no-stunning.php","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-11534","page","type-page","status-publish","hentry"," init "],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/sangokai.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/11534","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/sangokai.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/sangokai.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/sangokai.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/sangokai.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11534"}],"version-history":[{"count":83,"href":"http:\/\/sangokai.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/11534\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13437,"href":"http:\/\/sangokai.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/11534\/revisions\/13437"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/sangokai.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/8235"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/sangokai.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11534"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}