CLEAN anio

Anionenadsorber auf Eisenhydroxid-Basis.

Mit CLEAN anio kannst Du einen akut erhöhten Phosphatgehalt auf ein optimal niedriges Level <0,05 mg/L senken.

Phosphat ist ein wichtiger Nährstoff, der sich nicht anreichern sollte, aber auch nicht fehlen darf. Kontrolliere daher Deinen Phosphatgehalt regelmäßig.

Produkt Steckbrief

CLEAN anio


Flexibler Anionenadsorber zur Nähr- und Schadstoffkontrolle

РAdsorptionsmedium auf Eisenhydroxidbasis mit 0,5 Р4 mm Mischkörnung.

– bindet vorrangig Phosphat und Silikat im Meerwasser.

Рreduziert organische Schadstoffbelastungen (Gelbstoffe) und trägt zur Wasserklärung bei.

Рentfernt stark erhöhte Spurenstoffkonzentrationen, darunter auch einige Schwermetalle.

РVerschiedene passive und aktive Anwendungsmöglichkeiten.

Erhältlich in 750 g Dose (ca. 1100 mL, Art.-Nr. 20016) und 2500 g Eimer (ca. 3675 mL, Art.-Nr. 20017). Achtung: KEIN Filterbeutel enthalten.

Basiswissen zum Produkt

Produktdaten und Produktspezifikationen


Material: granuliertes Eisenhydroxid mit hoher Porösität

Korngr√∂√üenfraktionen: 500 ¬Ķm – 4 mm

pH-Veränderungen: nicht signifikant

Lagerfähigkeit: unbegrenzt im trockenen Zustand

Sch√ľttdichte: ca. 680 kg/m¬≥¬†(1 L entspricht ca. 680 g, 1 kg entspr. ca. 1,47 L). 750 g entspr. ca. 1100 mL, 2500 g entspr. ca. 3675 mL.

BET-Oberfläche: ca. 250-300 m²/g

Bindekapazit√§t f√ľr Phosphat: ca. 50 g pro kg (entspricht ca. 16 g P pro kg)

Weitere Bindung/Einlagerung/Anlagerung von: Arsenat-Ionen, einige Schwermetalle sowie organische Säuren (Gelbstoffe).

Einsatzgebiete und Wirkungsweise

Mit dem CLEAN¬†anio Phosphat- und Anionenadsorber stellen wir Dir¬†ein leistungsf√§higes Filtermedium¬†auf granulierter Eisenhydroxidbasis zur Verf√ľgung, das¬†Du bei Bedarf sehr flexibel einsetzen kannst, um Deine Wasserqualit√§t zu verbessern. Das Material hat sehr gute Phosphatbindungseigenschaften und kann gel√∂stes Phosphat fest an sich¬†binden. Dar√ľber hinaus wird¬†auch Silikat anteilig zu Phosphat erfasst¬†und organische Wasserbelastungen reduziert.

Die theoretisch m√∂gliche Bindekapazit√§t f√ľr Phosphat liegt maximal bei ca. 50 g PO4/kg, wobei die Art der Anwendung, sowie weitere Faktoren starken Einflu√ü auf das Bindeverm√∂gen haben. Unabh√§ngig von jeglichen theoretisch oder experimentell ermittelten Daten bez√ľglich der Bindekapazit√§ten, erreichst¬†Du¬†in der Praxis allenfalls eine gute Ann√§herung daran.

Unabh√§ngig von der Wirkung auf den Phosphat- und Silikatgehalt ist CLEAN¬†anio auch dazu in der Lage, √ľberm√§√üig hohe Konzentrationen verschiedener¬†Spurenstoffe aus dem Wasser zu binden. Dazu z√§hlen neben Arsen und Fluor u.a. auch einige Spurenmetalle, die sich bei unsachgem√§√üer Anwendung von Spurenmetall-Additiven oder bei Verwendung stark verunreinigter Meersalzmischungen oder von Calcium-/Magnesiumsalzen in unzureichender¬†Qualit√§t im Meerwasser¬†anreichern.

Wenn Du CLEAN anio einsetzen möchtest, um individuell hohe Konzentrationen bestimmter Spurenstoffe zu binden, musst Du unbedingt darauf achten, dass der Phosphatgehalt nicht zu tief sinkt. Unterhalb von ca. 0,02 mg/L Phosphat gilt also größte Vorsicht und Du solltest nur sehr kleine Mengen (max. 10 g pro 100 L) einsetzen (siehe Dosierempfehlungen unten).

In Abh√§ngigkeit vom bestehenden Phosphatgehalt und dem t√§glichen Neueintrag¬†durch z.B. starke F√ľtterungen kannst Du CLEAN¬†anio¬†auch im Dauerbetrieb anwenden. Ein Anstieg im Phosphatgehalt zeigt Dir dabei entweder einen hohen Verschmutzungsgrad des Materials, oder auch eine Materialersch√∂pfung an. W√§hrend Du f√ľr eine weitere Anwendungszeit zun√§chst auch einen Sp√ľlvorgang in Umkehrosmosewasser durchf√ľhren kannst, um das Material von Verunreinigungen zu befreien, solltest Du im Falle einer Ersch√∂pfung den Adsorber komplett tauschen, sofern dazu Bedarf besteht.

Beachte bitte, dass wir Dir grunds√§tzlich dazu raten, die Ursache(n) f√ľr eine bestehende Phosphatanreicherung zu thematisieren und die dahinter stehenden Probleme¬†zu erkennen und zu l√∂sen!

Allgemeine Dosierempfehlungen

Anwendungshinweise und Vorbereitung

CLEAN¬†anio¬†ist durch eine geeignete und anwendungsorientierte Mischk√∂rnung aus feinen (500 ¬Ķm) und groben (4 mm) Korngr√∂√üen sowohl f√ľr die Anwendung in einem geeigneten Filtersack/Filterbeutel, als auch zur Applikation im Wirbel-/Fliessbettverfahren geeignet. Letztere Anwendung bringt das h√∂chste Leistungspotential und kann das Material optimal auslasten. Daher ist der Einsatz im Fliessbettfilter die zu bevorzugende Anwendung f√ľr CLEAN anio. Im passiven Filterbeuteleinsatz ist nur eine deutlich abgeschw√§chte Leistung zu erwarten.

Vor dem Einsatz in Deinem Riffaquarium musst Du CLEAN¬†anio zun√§chst gut sp√ľlen, um¬†den¬†feinen Materialabrieb zu entfernen. Dazu nutzt Du ein ausreichend gro√ües Gef√§√ü, das mindestens das doppelte Volumen des eingesetzten Adsorbers fassen kann. F√ľr das Sp√ľlen verwendest¬†Du Osmosewasser oder destilliertes Wasser. Um die Oberfl√§che nicht schon mit unerw√ľnschten Substanzen zu beladen, solltest Du f√ľr den Sp√ľlvorgang idealerweise kein Leitungswasser nutzen.

Du gibst¬†die erforderliche Menge CLEAN¬†anio¬†in den¬†passenden Sp√ľlbeh√§lter und f√ľllst¬†mit so viel Wasser auf, dass das¬†gesamte Material gut mit Wasser bedeckt ist. Das Material setzt sich am Boden ab, so dass Du das¬†rot eingef√§rbte Wasser nach mehrmaligem¬†Schwenken vorsichtig dekantieren und im normalen Haushaltsabfluss verwerfen kannst. Den Sp√ľlvorgang¬†wiederholst Du so lange, bis das Wasser klar bleibt. Danach l√§sst Du das gesp√ľlte¬†Material¬†idealerweise noch 12-24 Stunden in Osmosewasser/Aquadest. ruhen, wodurch sich oft eine schnellere Aktivierung im Riffaquarium ergibt. Nach dieser Ruhephase kannst Du das gesp√ľlte und aktivierte Material in einen Filterbeutel oder in einen Wirbelbettfilter √ľberf√ľhren. Letztere Filtermethode ist die effektivste und kann das Filtermaterial optimal auslasten. Im Filterbeutel ohne aktive Durchstr√∂mung ist die Wirkung deutlich verlangsamt und insgesamt weniger effektiv. Daher empfehlen wir Dir den Einsatz von CLEAN anio immer im Fliessbettverfahren.

Um optimale Bindungsergebnisse erreichen zu k√∂nnen, muss das Material w√§hrend des Betriebs sauber gehalten werden, d.h. ein Eintrag von Sedimenten oder partikul√§rer¬†organischer Ablagerung sollte weitestgehend vermieden werden. Im Fliessbetttfilter sollte das Material¬†umbedingt mit Filterschw√§mmen und zus√§tzlich Filterwatte gesch√ľtzt werden. Zum einen verhindert das den Eintrag von Tr√ľbstoffen und organischen Einlagerungen ins das Material, zum anderen wird aber auch verhindert, dass ein zu starker Abrieb erfolgt.¬†CLEAN anio darf auf keinen Fall stark¬†verwirbelt werden!¬†Idealerweise wird CLEAN anio mit zus√§tzlicher Filterwatte vor Verwirbelung im Filter gesch√ľtzt. Ansonsten kann Materialabrieb aus dem Filter ins Technikbecken bzw. ins Aquarium erfolgen, was es dauerhaft zu vermeiden¬†gilt.

Um eine möglichst effektive Phosphatbindung zu gewährleisten, muss das Wasser frei von organischen Belastungen, z.B. Gelbstoffe sein. Solche Stoffe lagern sich konkurrierend zu Phosphat und Silikat an die Materialoberfläche an und setzen dadurch die Bindekapazitäten stark herab. Eine kombinierte Anwendung mit der CLEAN carb Aktivkohle ist daher immer sinnvoll.

Bevor Du CLEAN¬†anio in Deinem Riffaquarium anwendest, musst Du stets den¬†Phosphatgehalt im Aquarium pr√ľfen.¬†Ein unkontrollierter Einsatz von CLEAN¬†anio¬†kann zu einer Phosphatmangelsituation in Deinem Riffaquarium f√ľhren, die wiederum wachstumslimitierend auf Algen, Korallen und Bakterien wirkt, und dabei auch nicht selten irreversible Sch√§digungen hervorrufen kann. Eine Phosphatsenkung mit CLEAN anio solltest Du unter regelm√§√üiger analytischer Kontrolle mit¬†geeigneten Wassertests langsam √ľber mehrere Tage, respektive Wochen durchf√ľhren. Bei erstmaliger Anwendung und v.a. f√ľr wenig erfahrene Riffaquarianer empfiehlt sich eine √úberpr√ľfung des Phosphatgehalts z.B. alle drei¬†Tage, um den Verlauf der Phosphatbindung zu kontrollieren.¬†Eine zu schnelle Senkung des Phosphatgehalts kann Korallen unter Umst√§nden gef√§hrden und zu Phosphatmangelsituationen f√ľhren.

Dosierempfehlungen und Sicherheitshinweise

Vor Gebrauch muss CLEAN¬†anio¬†gr√ľndlich gesp√ľlt¬†werden, um Abrieb zu entfernen (siehe oben)!

Dosierempfehlungen zur Phosphatsenkung:

mehr als (>) 0,15 mg/L Phosphat: 75 g (ca. 100 mL) CLEAN anio pro 100 L Aquariumwasser.

0,1 Р0,15 mg/L Phosphat: 50 g (ca. 70 mL) CLEAN anio pro 100 L Aquariumwasser.

0,05 Р0,1 mg/L Phosphat: 25 g (ca. 40 mL) CLEAN anio pro 100 L Aquariumwasser.

0,02¬†–¬†0,05 mg/L Phosphat: 10 – max. 20 g¬†(ca. 15 – 30 mL) CLEAN¬†anio¬†pro 100 L Aquariumwasser bei Bedarf.

Wird bei der erfolgreichen Absenkung eines urspr√ľnglich hohen Phosphatgehalts > 0,15 mg/L die jeweils in der o.g. Dosierempfehlung niedrigere Stufe erreicht, sollte die Dosiermenge auch entsprechend der Empfehlung angepa√üt werden.

Achtung: um Phosphatmangelsituationen zu vermeiden, muss das Produkt bei einem Phosphatgehalt kleiner oder gleich 0,01 mg PO4/L aus dem Riffaquarium entfernt werden. Eine zu schnelle Phosphatsenkung kann Probleme bei Korallen hervorrufen, daher sollten pro Tag nicht mehr als 0,01 mg/L aus dem Wasser entfernt werden.

Dosierempfehlungen zur Senkung erhöhter Spurenelementkonzentrationen (z.B. Arsen, Aluminium):

Es empfiehlt sich der Einsatz von geringen Mengen CLEAN¬†anio¬†(ca. 10 – 20 g/100L) √ľber einen l√§ngeren Zeitraum von 2-3 Monaten. Das Material wird dabei im Wechsel von 10-14 Tagen gegen frisches Material (gesp√ľlt und 12-24 Stunden in Osmosewasser gew√§ssert) getauscht. ACHTUNG: es gilt dennoch, einen Phosphatmangel zu verhindern. Bei akuten Phosphatmangelsituationen mit sichtlichen Symptomen sollte CLEAN¬†anio aus dem Riffaquarium entfernt werden.

Eine H√∂chstmenge von 20 g pro 100 L sollte nicht √ľberschritten werden.

Nach 2-3 Monaten sollte der Spurenmetallgehalt durch eine entsprechend Laboranalyse kontrolliert werden. Die Bindung von Spurenelementen durch CLEAN anio ist zumeist unspezifisch und kann bei hohen Phosphat- oder Silikatkonzentrationen sowie durch Biofilmentstehung auf der Materialoberfläche sehr variabel sein.

Lagerung und Sicherheitshinweise:

Trocken lagern und Produktverpackung stets geschlossen halten. 

Sicherheitshinweise: Vor Kindern fernhalten! Nicht schlucken und nicht in die Augen reiben! Kann Kleidung einfärben, daher wird beim Umgang mit dem Material empfohlen, adäquate Schutzkleidung zu tragen.

Erweitertes Wissen zum Produkt

Bedeutung der Korngrößenverteilung im CLEAN anio

Der CLEAN¬†anio¬†Anionenadsorber unterscheidet sich im Wesentlichen durch seine speziell ausgew√§hlte Korngr√∂√üenverteilung von anderen Produkten¬†in seiner Klasse. Die Fraktionen reichen von 0,5 mm (500 ¬Ķm) bis hin zu 4 mm Korngr√∂√üe. Diese Korngr√∂√üenverteilung erlaubt zum einen eine hohe¬†adsorptive Interaktionsfl√§che, gew√§hrleistet aber auch zum anderen ein ausreichend gro√ües¬†L√ľckensystem f√ľr den Wasseraustausch, was insbesondere bei einer passiven Anwendung¬†im Filterbeutel wichtig ist. Dadurch kann eine h√∂here Leistungsf√§higkeit erzeugt werden, weil¬†der Wasserdurchflu√ü innerhalb des Materials verbessert wird und eine starke Verdichtung des Materials dauerhaft minimiert¬†wird.

Die entsprechend des Datenblattes maximal erreichbare Bindekapazit√§t liegt gemittelt f√ľr alle m√∂glichen Korngr√∂√üenfraktionen f√ľr anorganisches¬†ortho-Phosphat bei ca. 50 g/kg Trockenmasse (entspricht ca. 16 g Phosphor/kg Trockenmasse).¬†Bei einer sehr feinen Korngr√∂√üenfraktion und einer damit einhergehenden gro√üen¬†Interaktionsfl√§che bezogen auf ein definiertes Volumen, ist die Bindekapazit√§t pro kg Material theoretisch h√∂her. Andersherum ist diese bei einer¬†sehr groben K√∂rnung entsprechend niedriger, weil die zur Verf√ľgung stehende Interaktionsfl√§che bezogen auf das Volumen kleiner ist.¬†

Unabhängig von jeglicher theoretischer Diskussion, wird der praktische Einsatz in Deinem Riffaquarium in der Regel nicht die theoretische Bindekapazität erreichen. Du wirst allenfalls eine gute Annäherung an diese erreichen, weil das Ausmaß der Gesamtinteraktionsfläche und der maximal physikalisch möglichen Bindekapazität von der Art der Anwendung (Applikation) abhängig ist. Diese läßt wiederum die Wasseraustauschrate als denjenigen wesentlichen Parameter in den Vordergrund treten, der auf die tatsächliche Bindekapazität maßgeblich Einfluß nimmt. Dazu kommt als minimierender Faktor der Eintrag von Sedimenten oder von partikulärem organischen Material hinzu, der als Fremdkörpereintrag sowohl die Interaktionsfläche, als auch die Durchflußrate negativ beeinflußt.

Entsprechend der praktischen Umgebungsvoraussetzungen f√ľr den Einsatz eines Anionenadsorbers macht es¬†wenig Sinn, die maximale theoretische Bindekapazit√§t bei der hier zu erfolgenden Produktauswahl¬†in den Vordergrund zu stellen. Vielmehr muss durch eine gezielte Selektion der Korngr√∂√üen und deren Verteilung, als auch durch eine optimale praktische¬†Anwendung des Materials, eine Verdichtung verhindert werden.

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