sango chem-individual K

Kaliumlösung für Meerwasseraquarien

Mit sango chem-individual K korrigierst Du Kaliumdefizite zielgenau und sicher auf einen optimalen Wert von 395-400 mg/L.

Kalium ist eine der wichtigsten Hauptkomponenten im Meerwasser und sollte nie unter 370 mg/L fallen. Kontrolliere also regelmäßig Deinen Kaliumgehalt mit einer Laboranalyse.

Produkt Steckbrief

sango chem-individual K


Individuelle Kaliumlösung für Meerwasseraquarien

– gleicht Kaliumdefizite im Meerwasser aus.

– 10 mL pro 100 L erhöhen den Kaliumgehalt um 10 mg/L.

– kann in jedem Meerwasseraquarium eingesetzt werden.

– analytisch reiner Kaliumwirkstoff ohne Schadstoffe.

– optimaler Kaliumgehalt 395-400 mg/L bei Salinität 35.

– ausführliche Produktinformationen zum Thema Kalium.

Erhältlich in 1000 mL (Artikel-Nr. 10049).

Basiswissen zum Produkt

Welche Aufgaben erfüllt sango chem-individual K?

sango chem-individual K ist innerhalb des BALANCE-Systems Teil der individuellen Meerwasser-Restauration und gleicht Kalium-Defizite effektiv und zielgenau aus. Verwendet wird ein analytisch reiner Kaliumwirkstoff, der das Meerwasser mit keinen schädlichen Verunreinigungen belastet.


Der natürliche Kaliumgehalt liegt im Meerwasser bei 35 psu Salinität circa bei 395-400 mg/L. Idealerweise wird Kalium im Meerwasseraquarium auf einem Niveau von 395-410 mg/L stabilisiert. Kalium sollte nie unter 370 mg/L sinken.

Kalium spielt eine wichtige Rolle in der Regulation des osmotischen Gleichgewichts sowie in der Enzym-Regulation innerhalb des Zellstoffwechsels und ist neben Stickstoff und Phosphor ein wichtiges Nährelement, das potentiell wachstumslimitierend und damit auch kontrollbedürftig ist.

Möglicherweise können Gestaltungsmaterialien und Filtermedien zu einem stärkeren Verlust von Kalium führen, selbst wenn zum Beckenstart ein mit Kalium angereichertes Meersalz verwendet wird. Daher sollte Kalium insbesondere in der Startphase von Riffaquarien im Labor mittels ICP-OES/MS kontrolliert und ein bestehendes Defizit sofort ausgeglichen werden.

sango chem-individual K ist für jedes Meerwasseraquarium als Kalium-Quelle zur Stabilisierung und ggf. Restauration eines optimalen Kaliumgehalts einsetzbar.

Dosierung von sango chem-individual K

Dosierung: 10 mL pro 100 L Meerwasser erhöhen Kalium um 10 mg/L.

Ein Kaliumdefizit muss immer langsam ausgeglichen werden. Pro Tag solltest Du eine maximale Kalium-Dosis von 20 mg/L nicht überschreiten!


Bevor sango chem-individual K angewendet wird, muss ein Kaliumdefizit mit einem genauen und verifizierbaren Analysenverfahren (ICP-OES/MS) festgestellt werden. Eine zu starke Erhöhung von Kalium kann unter Umständen Probleme in der Riffaquarienpflege verursachen. Für die Berechnung des Defizits ist ebenfalls ein möglichst genaues Gesamtnettovolumen der Aquarienanlage wichtig.

Die Tagesdosis sollte in zwei Einzelportionen aufgeteilt und je einmal morgens und einmal abends zugegeben werden. Die Dosierung erfolgt direkt ins Aquarium in einen strömungsstarken Bereich, oder in die Klarwasserkammer des Technikbeckens.

Berechnungsbeispiel für ein Kaliumdefizit:

Per ICP-OES/MS gemessener Kaliumgehalt: 372 mg/L (Salinität 35 psu). Gewünschter Sollwert bei 35 psu Salinität: 395 mg/L. Gesamtnettovolumen der Aquariumanlage: 480 L.

Bestehendes Kalium-Defizit: 395 mg/L – 372 mg/L = 23 mg/L.

Dosierung sango chem-individual K: 10 mL pro 100 L erhöhen um 10 mg K/L.

Daraus folgt die Berechnung der Gesamtdosiermenge sango chem-individual K:

23 mg/L : 10 mg K/L x (480 L/100 L) x 10 mL = 110 mL.

Dieses Gesamtdosiervolumen (110 mL) muss in zwei Tagesdosierungen aufgeteilt werden, weil das Defizit über der maximal möglichen Tageserhöhung (20 mg/L) liegt. Pro Tag werden dem Aquarium also nur 110 mL : 2 = 55 mL als Tagesdosis zugeführt. Die Tagesdosis von 55 mL wird zudem in je eine Teildosis (ca. 27,5 mL) morgens und abends aufgeteilt.

Mit dieser Berechnung und Vorgehensweise ist eine sichere und zielgenaue Anpassung des Kaliumgehalts von 372 mg/L auf 395 mg/L möglich.

Erweitertes Wissen zum Produkt

Kalium im Meerwasser

Kalium ist neben Stickstoff und Phosphor ein wichtiger Pflanzennährstoff und spielt für das Wachstum von Algen und Korallen keine unwichtige Rolle. Es wirkt innerhalb der Zellen hauptsächlich als Regulator für osmotische Prozesse und kontrolliert die Stoffwechsel- und Enzymaktivität. Typischerweise liegt der Kaliumgehalt innerhalb der Zellen je nach Organismus vergleichsweise deutlich höher als im umgebenden Meerwasser, d.h., dass Kalium potentiell wachstumslimitierend und damit auch kontrollbedürftig ist.


Als Hauptkomponente liegt Kalium im natürlichen Meerwasser bei einer Salinität von 35 psu circa bei 395 – 400 mg/L. Kalium ähnelt Calcium nicht nur im Gehalt in Meerwasser (ca. 410-420 mg/L), sondern weist auch ein vergleichbares Gefährdungspotential für die Korallengesundheit bei abnehmender Konzentration auf. Schon ein Kaliumverlust von nur 10% kann für Korallen kritisch sein (Symptome siehe Folgethema unten). Offenbar sind also die Aufnahme- und Regulationsprozesse für Kalium in Korallen sehr streng an die konstanten Bedingungen im natürlichen Meerwasser angepasst und funktionieren nur in einem naturähnlichen Konzentrationsbereich. Dieser Umstand macht die Observation und ggf. Anpassung des Kaliumgehalts im Meerwasser zur Aufgabe im Rahmen der allgemeinen Aquarienpraxis.

Glücklicherweise ist der Kaliumverbrauch im Vergleich zum Calciumverbrauch jedoch weitaus träger und bedarf keiner ständigen Überwachung wie z.B. beim Kalkhaushalt (Calcium und KH). Regelmäßige Meerwasseranalysen im Labor mittels ICP-OES/MS sind i.d.R. alle zwei Monate oder einmal im Quartal ausreichend, um den potentiellen Verlust von Kalium zu überwachen.

Allerdings sollte beachtet werden, dass neu gestartete Meerwasseraquarien nicht selten einen signifikanten Kaliumverlust erleiden, z.B. durch den Einfluss von Gestaltungsmaterialien oder Filtermedien. Insbesondere solche Meerwasseraquarien, die mit künstlichem Gestein dekoriert sind, sollten innerhalb der ersten zwei Wochen durch eine Laboranalyse kontrolliert werden, damit der Weg für eine optimale und gesunde Beckenentwicklung geebnet ist. Im SANGOKAI START-Dosierplan wird eine solche Laboranalyse schon am dritten Tag der Betriebszeit empfohlen, um die Qualität des verwendeten Meerwassers bzw. die Zusammensetzung des genutzten Meersalzes beurteilen zu können. Diese frühe Überprüfung hilft auch dabei, die langfristige Wirkung von Wasserwechseln zu prognostizieren und mögliche Probleme mit dem verwendeten Meersalz aufzuzeigen. Darüber hinaus empfiehlt der START-Dosierplan am vierzehnten Tag eine weitere Laboranalyse, um potentiell kritische Veränderungen des Meerwassers und mögliche Defizite in der Meerwasserzusammensetzung frühzeitig erkennen und korrigieren zu können. Dieser Kostenaufwand für professionelle Laboranalysen ist gegenüber dem Verlust des Korallenbesatzes durch eine ungesunde Meerwasserumgebung nicht nur vergleichsweise gering, sondern der Zugewinn an Informationen über das verwendete Meerwasser und seine Entwicklung ist insbesondere für den Einsteiger von hohem Wert und bietet Kontrolle und Sicherheit.

Ein für Meerwasseraquarien tolerierbarer Kaliumverlust liegt etwa nur bei 5%, d.h. bei Salinität 35 psu und einem angenommenen Sollwert von 395 mg/L sollte der Kaliumgehalt nicht unter 375 mg/L fallen.

Kalium-Mangelsymptome im Riffaquarium

Typische Symptome für einen akuten Kaliummangel finden sich vor allem bei Steinkorallen, sowohl bei den kleinpolypigen SPS, wie auch bei vielen großpolypigen LPS. Weichkorallen und Anemonen (Krusten, Scheiben, Symbioseanemonen) zeigen vergleichsweise weniger oft Auffälligkeiten und dienen daher meist nicht gut als typische Indikatoren, wenngleich sie natürlich auch von der Kaliummangelsituation betroffen sind und Unwohlsein zeigen können (z.B. geschlossene Zoanthus-Kolonien).

Erste Anzeichen sind bei kleinpolypigen SPS-Steinkorallen ein Verlust an Farbe und eine typische gräulich-braune Einfärbung des stumpfen Korallengewebes (v.a. bei Acropora). Ein sehr wechselhaftes Polypenbild ist ebenfalls ein erstes Anzeichen, sowie verlangsamtes Korallenwachstum. Pocilloporide Steinkorallen (Stylophora, Pocillopora, Seriatopora) reagieren relativ schnell mit fleckigem Gewebeverlust, zeigen aber oft keine gravierenden Einbußen an Farbe v.a. bei den pinken Farbmorphen.

Großpoylpige LPS-Korallen reagieren bei Kaliummangel schnell mit schlecht expandierten Polypen oder zeigen insgesamt sehr wechselhafte Polypenbilder. Gewebsnekrosen und Infektionen wie z.B. Brown Jelly treten spontan und meist ohne Vorwarnung auf (Abwerfen von Polypenköpfen bei Euphyllia).

Da Probleme in der anorganischen Meerwasser-Zusammensetzung durch regelmäßige (z.B. quartalsweise) Laboranalysen leicht feststellbar sind, ist die Observation und regelmäßige Stabilisierung des Kaliumgehalts die einfachste Möglichkeit, den genannten Symptomen vorzubeugen.

Es gilt zu beachten, dass sich die genannten Symptome selbst nach dem Ausgleich des Kalium-Defizits oft nur langsam abschwächen. Kalium-Mangel hinterlässt oft “Spuren” und es kann bis zu einigen Tagen oder sogar eine bis zwei Wochen dauern, bis die Korallen vollständig regenerieren und sich Ausfärbung, Polypenbild und Wachstum wieder verbessern. Es gilt folglich, etwas Geduld aufzubringen und die Wirkung einer Verbesserung der Meerwasser-Zusammensetzung erst abzuwarten und nicht zu stark in unnötiges Weiterhandeln zu verfallen.

Wann wird ein Kalium-Überschuss kritisch?

Kalium ist für intrazelluläre Prozesse und für das Wachstum zwar essentiell wichtig, allerdings kann es bei zu hoher Konzentration auch potentiell schädlich sein. Allerdings ist kein global gültiger Grenzwert bekannt, der für alle Meerwasserorganismen, d.h. vom Bakterium bis hin zum Fisch, eine generelle Unschädlichkeit, bzw. eine definierte Schädigung deklarieren würde. Auch für Korallen gibt es keine solchen Grenzwerte. Kalium ist als potentieller Schadstoff im Meerwasser und für marine Organismen äußerst schlecht untersucht.

Grundsätzlich ist es wichtig, den Kaliumgehalt in Relation zur bestehenden Salinität zu betrachten. Im Roten Meer, mit einer typischerweise erhöhten Salinität von bis zu 42 psu, ist ein Kalium-Messwert von ca. 480 mg/L die Regel, allerdings entspricht das normiert auf 35 psu einem ganz normalen Kaliumgehalt von 400 mg/L. Kalium ist bei hoher Salinität kein kritischer Faktor, weil auch die anderen Meerwasserinhaltsstoffe proportional erhöht sind und sich dadurch kein qualitativer Unterschied in der Verteilung der Elemente ergibt.

Problematisch wird Kalium möglicherweise dann, wenn der Kaliumgehalt ansteigt, die Salinität aber auf einem normalen Niveau bleibt, oder sogar erniedrigt ist, d.h., wenn sich das Verhältnis zwischen z.B. Natrium und Kalium in Richtung Kalium verschiebt. Daher ist es in der riffaquaristischen Praxis wichtig, dass die Salinität richtig bestimmt und auf 35 psu eingestellt wird, bevor Kalium gemessen bzw. dosiert wird. Bei der Auswertung von Laboranalysen wird leider regelmäßig übersehen, dass zu niedrige Werte in den Hauptkomponenten oft nur durch eine zu niedrige Salinität verursacht sind und es lediglich einer Aufsalzung mit Meersalz bedarf, um die Werte zu korrigieren. Die absoluten Zahlen für die Hauptkomponenten in Analysen müssen immer auf die Salinität bezogen werden. Ein typischer Fehler wäre, dass die zu niedrige Salinität übersehen wird, und ein dementsprechend zu niedriger Kaliumgehalt durch eine Zugabe erhöht wird. Genau hier liegt die Gefahr, dass sich das Verhältnis zu den anderen Hauptkomponenten verschiebt.

Beispiel: Salinität 32 psu. Gemessener Kaliumgehalt 365 mg/L.

Richtige Interpretation: eine Erhöhung der Salinität mit einem Meersalz, das einen normalen Kaliumgehalt von ca. 400 mg/L aufweist, erhöht gleichzeitig den Kaliumgehalt auf 399 mg/L. (Berechnung: (35 : 32) x 365 mg/L = 399 mg/L). Diese Konstellation zeigt also gar keinen Fehler im Kaliumgehalt an. Der absolut gemessene K-Gehalt ist zwar zu niedrig, wird aber durch die zu niedrige Salinität vollständig relativiert (399 mg/L). Es besteht kein Kaliummangel, sondern nur ein allgemeiner Salzmangel.

Falsche Interpretation: der Kaliumgehalt wird ohne Berücksichtigung der Salinität auf 395 mg/L erhöht. Es liegt also nun ein vermeintlich optimaler Kaliumgehalt von 395 mg/L vor, allerdings wurde die Salinität nicht korrigiert. Wird nun erst im zweiten Schritt die Salinität auf 35 psu erhöht, steigt der Kaliumgehalt weiter auf 432 mg/L und liegt damit nicht nur absolut betrachtet zu hoch, sondern auch relativ betrachtet in einem möglicherweise ungünstigen Verhältnis zu anderen Meerwasserinhaltsstoffen.

Es gilt daher immer, zunächst die Salinität anzupassen, und darauf hin erst eine anteilige Erhöhung auf den normalen Sollwert vorzunehmen.

Sollte es, z.B. aufgrund von Fehlern in der Berechnung des Defizits oder des Dosiervolumens, zu einer Kalium-Überdosierung kommen, gilt es zunächst einmal, das Becken gut zu beobachten. Zeigen sich nach der Kalium-Überdosierung Symptome im Aquarium, kann mit Wasserwechseln gegengesteuert werden. Üblicherweise sind jedoch Kalium-Erhöhungen bis zu 500 mg/L bei Salinität 35 in nur wenigen Fällen auffällig. Mögliche Symptome können spontaner Gewebeverlust bei Korallen sein, v.a. bei SPS ausgehend von den Spitzen, Eindunkeln und Farbverlust.

Produkt Spezifikationen

Inhaltsstoffe/Zusammensetzung:

Aquadest., Kaliumchlorid pro analysi.

Dosierung:

Hinweis: vor Anwendung Kaliumgehalt überprüfen. Optimaler Kaliumgehalt bei Salinität 35 psu: 395 – 400 mg/L.

10 mL sango chem-individual K pro 100 L Meerwasser erhöhen den Kaliumgehalt um 10 mg/L.

Maximale Kalium-Erhöhung pro Tag: 20 mg/L (aufzuteilen in zwei Einzeldosierungen je 1x morgens und 1x abends).

Der Ausgleich von Kalium-Defiziten muss grundsätzlich langsam erfolgen!

Lagerung und Sicherheitshinweise:

Nach Anbruch stets verschlossen halten. Bei Raumtemperatur möglichst lichtgeschützt aufbewahren. Sicherheitshinweise: Vor Kindern fernhalten! Nicht schlucken! Nicht zum Verzehr oder zur Herstellung von Tiernahrung geeignet. Bei Haut- oder Augenkontakt unter fliessendem Wasser gut abspülen. Produkt ist ein Konzentrat! Reizend für Haut, Augen und Schleimhäute!

Chargeninformationen:

Jedes Chargenprotokoll wird zu Kontrollzwecken aufbewahrt. Die Chargennummer und das Herstellungsdatum sind auf jeder Flasche vermerkt. Bei Rückfragen zu dem Produkt gib uns immer auch die batch-Nummer an, die Du auf dem Produktetikett findest).

Haltbarkeit:

Entsprechend des jeweiligen Chargenetiketts mind. 24 Monate nach Herstellung bei Einhaltung der produktspezifischen Hinweise zur Lagerung. Theoretisch unbegrenzt haltbar sofern Behälter nach Gebrauch wieder verschlossen wird.

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