Anleitung für das SANGOKAI BASIS-System

Für das BASIS-System musst Du kein Profi sein.

Es ist ein einfaches System, das auch für Dich als Einsteiger problemlos geeignet ist.

Kurzanleitung und Übersicht

Schritt für Schritt zum erfolgreichen SANGOKAI Riffaquarium.

In der Übersicht zeigen wir Dir, wie Du das BASIS-System richtig startest.

Hinweise zur Umstellung vom 3+2 BASIS-System auf das BASIS-System Version 2

Wichtige Hinweise für Anwender des 3+2 BASIS-Systems:
Wie stelle ich vom 3+2 BASIS-System auf das neue BASIS-System Version 2 um?

Wenn Du das BASIS-System noch nicht benutzt hast, kannst Du diesen Abschnitt überspringen. Er richtet sich v.a. an die Anwender des älteren 3+2-Systems.

Die Umstellung vom 3+2 BASIS-System auf das neue BASIS-System Version 2 ist sehr einfach. Du nutzt statt bisher fünf nur noch insgesamt drei Produkte. Das BASIS-System Version 2 ist also kompakter als das Vorgänger-System.

sango nutri-amin basic und sango nutri-element basic sind zum Kombinationsprodukt sango nutri-basic #1 verschmolzen. sango nutri-spur basic wurde umbenannt in sango nutri-basic #2.

Die Dosierungen sind identisch, d.h., Du kannst Deine bisherigen Dosiermengen genau so übernehmen, musst jetzt jedoch nur noch zwei Produkte in der SINGLE-Anwendung dosieren und nicht mehr drei. Du kannst nach wie vor #1 und #2 zu einer KOMBI-Lösung vereinen. Da Du jetzt nur noch zwei Komponenten miteinander mischt statt vorher drei, verdoppelt sich das KOMBI-Dosiervolumen im Vergleich zur SINGLE-Dosierung (vorher war es verdreifacht). Die Vorgehensweise für die KOMBI-Lösung hat sich nicht geändert und ist wie bisher weiter unten in der Anleitung erläutert.

kai geos und kai mineral sind ebenfalls zu einem Kombinationsprodukt vereint worden, sango nutri-basic/HED #3. Es wird als dritte Komponente sowohl im BASIS-System Version 2, als auch im neuen HED-System Version 2 dosiert. Daher der Doppelname basic/HED. Der Unterschied zu geos und mineral ist eine modifizierte Rezeptur und eine neue Dosierung.

Neue Dosierung von sango nutri-basic/HED #3:

Statt vorher einmal die Woche kai geos mit 5 mL pro 100 L wird #3 zweimal die Woche mit nur 2 mL pro 100 L zugegeben. Dadurch wird der kai geos Anteil in #3 pro Dosierung zwar verringert, aber durch die zweimalige Anwendung pro Woche einmal häufiger dosiert. Gleichzeitig gilt für die kai mineral Bestandteile das Gegenteil, diese werden im #3 nur noch zweimal pro Woche dosiert (vorher mehrmals pro Woche bis zu täglicher Anwendung), dafür jedoch in doppelt so hoher Dosierung.

Diese Umkehr des Verhältnisses zwischen der mineral und der geos Dosis im neuen Kombinationsprodukt sango nutri-basic/HED #3 bewirkt einerseits, dass die Trübung nicht mehr so stark und langanhaltend ist und somit auch die Beladung des Abschäumers weniger intensiv ist. Das Wasser ist meist nach zwei Stunden wieder klar und der Abschäumer kann effektiv arbeiten. Andererseits wirkt die doppelt so hohe Dosis der mineral Bestandteile und die häufiger dosierten geos Anteile stärker auf filtrierende Organismen. Zudem ist eine bessere unterstützende Wirkung bei bestehenden Problemen mit Cyanobakterien oder Mikroalgen zu nennen.

Wenn Du noch einen Rest kai mineral hast, das kai geos jedoch schon aufgebraucht ist, kannst Du gerne auf sango nutri-basic/HED #3 umstellen und zusätzlich das kai mineral weiter aufbrauchen. Es empfiehlt sich dafür eine kai mineral Dosis maximal 2x pro Woche zwischen den Dosierintervallen von sango nutri-basic/HED #3.

Wichtiger Hinweis für die Dosierung von zusätzlichem Iod über sango chem-ioF/chem-individual IF:

sango nutri-basic #1 hat eine im Vergleich zum 3+2 BASIS-System gesteigerte Iod-Dosis. Dies soll verhindern, dass der Iodgehalt langfristig auf ein mögliches kritisches Niveau sinkt. Es empfiehlt sich also, bei der Umstellung auf das BASIS-System Version 2 die Dosierung von sango chem-ioF auf 2 – max. 3x pro Woche mit 2 Tropfen pro 100 L zu reduzieren. Du kannst die Entwicklung des Iodgehalts in Deinem Meerwasser z.B. mit einer Fauna Marin economy Laboranalyse (ICP-OES) überprüfen. Sollte die Iod-Dosierung über das BASIS-System Version 2 nicht ausreichen, kannst Du Iod mit sango chem-ioF (auslaufender Artikel) bzw. über das neue sango chem-individual IF separat zuführen. Für die meisten BASIS-Version 2 Riffaquarien ist eine zusätzliche Iod-Dosierung von 20 µg/L pro Woche passend, um den Iodgehalt im Bereich von 60-70 µg/L zu stabilisieren. Informationen dazu findest Du auch in der Produktbeschreibung von sango chem-individual IF.

Weitere Anpassungen musst Du bei der Umstellung auf das BASIS-System Version 2 nicht vornehmen. Du kannst sofort auf das neue System umstellen.

Allgemeine Voraussetzungen für das BASIS-System

Was muss ich vor dem Start beachten und was brauche ich?

Das SANGOKAI BASIS-System stellt weder bestimmte technische Anforderungen an Dein Riffaquarium, noch setzt es voraus, dass Du schon ein Profi bist und über spezielles Wissen oder Können verfügst. Wenn Du also erst Einsteiger in die Riffaquaristik bist, macht das überhaupt nichts. Du kannst Dich ganz entspannt mit dem Thema beschäftigen und parallel dazu mit der Anwendung des SANGOKAI Systems an Deinem Riffaquarium praktische Erfahrungen sammeln.

Hier, auf der SANGOKAI Webseite, findest Du viel Fachwissen und kannst Informationen und Tipps sammeln, z.B. in dem kostenlosen Ratgeber SANGOKAI Empfehlungen A-Z (SEA-Z). Die SEA-Z vermitteln Dir grundlegendes meerwasseraquaristisches Fachwissen und helfen Dir sowohl bei der Planung Deines SANGOKAI Riffaquariums, als auch bei der Optimierung im laufenden Betrieb, v.a. wenn das Riffaquarium Probleme zeigt. Natürlich stehen wir Dir auch gerne beratend zur Seite, z.B. im SANGOKAI Support-Forum.

Einige Voraussetzungen musst Du vor dem Start mit dem BASIS-System allerdings erfüllen:

1. Du brauchst ein Riffaquarium.

So trivial und logisch zugleich das klingen mag, es kann aber sein, dass Du gerade noch in der Planungsphase bist. Nichtsdestotrotz ist das gründliche Lesen dieser Anleitung als Vorbereitung wichtig und Du kannst schon im Vorfeld Fehler vermeiden, wenn Du Dich mit dem SANGOKAI System beschäftigst.

Wenn Du Dein laufendes Riffaquarium auf das BASIS-System umstellen möchtest, brauchst Du nur die BASIS-System Komponenten mit dem BASIS-Dosierplan starten. Wichtig ist natürlich immer, dass Du ein gesundes Riffaquarium pflegst, das in den Umgebungsbedingungen (Licht und Strömung) optimal eingestellt ist, keine akuten Nährstoffmangelsymptome aufweist und zudem auch keine Defizite in der Meerwasserzusammensetzung zeigt (Salinität, Kalium, Bor, etc.). Hier bietet sich immer z.B. eine Fauna Marin economy Analyse an, um die allgemeine Meerwasserzusammensetzung vor Anwendung des BASIS-Systems zu überprüfen (weitere Informationen zum Fauna Marin Test in der Kategorie Beratung auf dieser Webseite).

2. Du brauchst das SANGOKAI BASIS-System.

Im Moment ist im Handel die BASIS-Version 1 (3+2 System) verfügbar, und zum Jahreswechsel 2016/2017 die weiterentwickelte BASIS-System Version 2 mit nur noch 3 Produkten (2+1 System). Du findest alle Informationen sowohl zum alten 3+2 System, als auch zur neuen Version 2 auf dieser Webseite in der Produktkategorie zum Thema BASIS-System. Beachte bitte, dass Du für den Start mit dem BASIS-System den BASIS-Dosierplan benötigst. Diesen gibt es sowohl für das 3+2 System, als auch für die neue BASIS-System Version 2. Alle Informationen dazu findest Du, wenn Du auf dieser Seite weiter liest. Wichtig ist auch, dass Du das BASIS-System schon vor dem Beckenstart zuhause hast, damit Du im Zeitplan korrekt mit dem System beginnen kannst.

Wichtig: Wenn Du ein Riffaquarium neu startest, solltest Du zunächst mit dem START-System und dessen Produkten arbeiten. Das sind sango nutri-NP complete und sango nutri-P comPlex. Diese Komponenten dosieren aktiv Stickstoff und Phosphat und gleichen Nährstoffmangelsituationen aus, bzw. verhindern deren Entstehung. Auch das START-System hat einen eigenen Dosierplan, den Du in der Startphase brauchst. Schaue Dir dazu bitte das START-System an. Der START-Dosierplan dauert genau 14 Tage. Sofort danach wirst Du das BASIS-System dann sicher etablieren können und hast langfristig volle Kontrolle über Deinen Nährstoffhaushalt.

Beachte bitte auch, dass in allen SANGOKAI Nährstoffsystemen immer auch mit einer dauerhaften CLEAN carb Aktivkohlefilterung gearbeitet wird. Informationen dazu findest Du in der Produktbeschreibung zu CLEAN carb.

3. Du brauchst ein gutes Wasseranalytik-Set.

Du brauchst einige Wassertests zuhause, die Du alle im praktischen Umgang sicher beherrschst. Prüfe die Tests vor dem Start mit dem BASIS-System gegen eine Referenzlösung, um zu kontrollieren, ob die Tests funktionieren und Du korrekt und sauber arbeitest.

Tipp: eine Tabelle zur Protokollierung aller Messbefunde ist immer sehr hilfreich.

Die essentiellen Parameter, d.h. diejenigen, die Du auf jeden Fall messen musst, sind der Nitrit- (NO2), der Nitrat- (NO3) und der Phosphatgehalt (PO4), weil sich die Dosiermenge der sango nutri-basic Produkte später nach dem Phosphatgehalt richtet.

Die Salinität, die Karbonathärte (Alkalinität) und den Calciumgehalt musst Du im aquaristischen Alltag ebenfalls regelmäßig zu Hause bestimmen, unabhängig vom SANGOKAI System. Diese Parameter des Kalkhaushalts (siehe SEA-Z für Erläuterungen) sind für jedes Meerwasseraquarium relevant und müssen überwacht werden.

Wenn Du möchtest, kannst Du Dir auch einen Magnesiumtest anschaffen, allerdings verändert sich der Mg-Gehalt nicht so rasch und ist nicht so kritisch wie z.B. Calcium. Andere Messwerte wie Ammonium oder der pH-Wert sind im Normalfall eher weniger bedeutsam.

Wir raten Dir auch zur Nutzung moderner laboranalytischer Möglichkeiten. Wir arbeiten eng mit dem Fauna Marin Seawater Research Lab (SRL) zusammen und empfehlen Dir bei Problemfällen den Fauna Marin SRL business Test und zur allgemeinen, z.B. quartalsweisen Routineüberprüfung, den Fauna Marin SRL economy Test. Informationen findest Du hier auf der Webseite in der Rubrik Beratung. Von uns als Fauna Marin Berater erhältst Du zu Deinen Messwerten auch ausführliche Kommentare und eine individuelle Bewertung der Testergebnisse.

4. Du brauchst eine Dosierhilfe.

Um die BASIS-Produkte dosieren zu können, benötigst Du eine Dosierspritze oder eine Pasteurpipette aus Kunststoff, einen Dosierbecher, oder eine Dosierpumpe, je nachdem, wie Du das BASIS-System anwenden möchtest. In dieser Anleitung zeigen wir Dir alle verschiedenen Möglichkeiten (siehe weiter unten Dosiermethoden).

Der SANGOKAI BASIS-Dosierplan

Dein Riffaquarium muss erst lernen, mit den neuen SANGOKAI Wirkstoffen zu arbeiten.

Gib ihm also etwas Zeit - und Dir auch.

Wie starte ich das BASIS-System und wie viel muss ich dosieren?

Wir haben für den Start des BASIS-Systems den SANGOKAI BASIS-Dosierplan entwickelt. Dieser Dosierplan ist für jedes Riffaquarium gleich, unabhängig davon, ob Du gerade ein neues Becken gestartet hast, oder Dein bereits laufendes Riffsystem auf das BASIS-System umstellst. Es spielt auch keine Rolle, ob es ein Weichkorallen-, ein Misch- oder ein reines SPS-Becken ist. Die Nährstoffdosierung ist im SANGOKAI System eine Konstante! [warum das so ist, erklären wir Dir am Ende dieser Seite bei den FAQs]

Der SANGOKAI BASIS-Dosierplan gibt Dir an, in welchen Stufen Du die BASIS-Produkte in einem Etablierungszeitraum von insgesamt fünf Wochen anheben musst. Du wirst sehen, dass Du mit dem BASIS-Dosierplan die Dosiermenge der sango nutri-basic Produkte von ursprünglich jeweils 0,1 mL pro 100 L auf 0,5 mL pro 100 L steigern wirst. Jede Woche dosierst Du 0,1 mL pro 100 L Nettovolumen mehr.

Nach fünf Wochen ist die Etablierungsphase abgeschlossen. Im Anschluss daran verringerst Du die Dosierung der sango nutri-basic Produkte auf 0,25 mL pro 100 L, wenn Dein Phosphatgehalt niedriger ist als 0,02 mg/L. Oder Du bleibst bei maximal 0,5 mL pro 100 L, wenn Dein Phosphatgehalt gleich (=) oder höher ist als 0,02 mg/L. Wenn sich Dein Phosphatgehalt im Laufe der Zeit verändert und auf einen Wert unter 0,02 mg/L sinkt, passe die Dosierung entsprechend an. [warum das so ist, erklären wir Dir am Ende dieser Seite bei den FAQs]

Eine höhere Dosiermenge als 0,5 mL/100 L empfehlen wir Dir nicht. Nur in Ausnahmefällen, bei der Pflege bestimmter Wirbelloser, wie z.B. azooxanthellater Korallen oder anderer Filtrierer wie Schwämme oder Seescheiden kann das sinnvoll sein. Um solche Tiere zu pflegen, benötigst Du jedoch einige Erfahrung und wirst sicherlich bis dahin den Umgang mit dem BASIS-System perfektioniert haben.

Du findest den SANGOKAI BASIS-Dosierplan sowohl für die 3+2 Version 1, als auch für das neue BASIS-System Version 2 jeweils als xls.-file zum Download nach diesem Abschnitt. Drücke einfach auf den download button (schaue ggf. in Deinem Download-Ordner nach). Du kannst in den BASIS-Dosierplan Dein Gesamtnettovolumen individuell eingeben. Das Kalkulations-tool rechnet Dir dann Deine Dosierungen für jeden Tag automatisch aus.

Dosiermethoden und Anwendungsmöglichkeiten

Du kannst die BASIS-Produkte so dosieren, wie Du es am liebsten möchtest.

Ganz nach Deiner Arbeitsroutine.

SINGLE-DOSIERUNG

– PER HAND –

Dein Vorteil: Einfache und unkomplizierte Dosierung.

KOMBI-DOSIERUNG

– PER HAND –

Dein Vorteil: Geringerer Zeitaufwand bei der Dosierung.

AUTO-DOSIERUNG

– PER DOSIERPUMPE –

Dein Vorteil: Automatische und zeitunabhängige Dosierung.

SANGOKAI Frequently Asked Questions (FAQs) zum BASIS-System

Wann dosiere ich am besten? Was mache ich, wenn ich im Urlaub bin?

Hier findest Du einige FAQs.

Wann dosiere ich die BASIS Produkte am besten?

Die BASIS Mikronährstoffe werden immer durch spezielle zelluläre Mechanismen in die Organismen aufgenommen, v.a. auch in Abhängigkeit von der jeweils vorliegenden Wirkstoffkonzentration, die pro Dosis täglich zugegeben wird. Es ist zwingend notwenig, stets einmal pro Tag die volle Dosiermenge zuzugeben, d.h. je nach Phosphatgehalt 0,25 mL pro 100 L oder 0,5 mL pro 100 L für #1 und #2, bei #3 entsprechend 2 mL pro 100 L zweimal wöchentlich. Eine Aufteilung der Tagesdosis auf mehrere Einzeldosierungen, v.a. bei der AUTO-Dosierung mittels Dosierpumpe, ist sehr ungünstig, weil dadurch innerhalb des Tages nie ein Konzentrationslevel erreicht wird, das für eine optimale Aufnahme und Verwertung der organischen Wirkstoffe notwendig ist.

In zooxanthellaten Korallen und anderen Algen sind die Aufnahmemechanismen oft an die Photosynthese gekoppelt, sind also nicht nur konzentrationsabhängig, sondern auch lichtabhängig. Daher sollten die BASIS Nährstoffe #1 und #2 idealerweise während der Beleuchtungsphase zugegeben werden. Der optimale Dosierzeitpunkt ist circa zwei Stunden nach Sonnenaufgang, was v.a. bei der Dosierung über eine Dosierpumpe einfach programmiert werden kann.

Bei einer Dosierung von Hand sollte man sich aber vom Aquarium nicht „versklaven“ lassen. Wenn man als Berufstätiger morgens in der Früh noch bei Dunkelheit dosiert, dann ist dadurch die Wirksamkeit der Produkte sicherlich nicht reduziert. Eine Dosierung in der Dunkelphase oder spät am Abend kann jedoch die Wirkung des BASIS-Systems verändern, weil die Photosynthese-gekoppelten Aufnahmeprozesse dann nicht anspringen. Die Wirkstoffe aus #1 und #2 können aber ohne Probleme bis zwei Stunden vor der Dunkelphase dosiert werden.

BASIS/HED #3 erzeugt durch die Feinsedimente eine Trübung im Wasser, die zwar innerhalb von 1-2 Stunden in der Regel aufgehoben ist, die aber das Betrachten des Riffaquariums während der Beleuchtungsphase stört. Daher kann #3 entweder ganz früh am Morgen vor der Beleuchtungsphase, oder Abends zu Beginn der Dunkelphase dosiert werden.

Wenn ich das BASIS-System nutze, was brauche ich noch? Brauche ich Aktivkohle?

Mit dem BASIS-System ist Dein Riffaquarium sehr umfangreich mit Nährstoffen versorgt. Im SANGOKAI System ist die Nährstoffversorgung immer von der Kalkhaushalt-Stabilisierung entkoppelt. Um Deinen Kalkhaushalt zu stabilisieren, kannst Du das BALANCE-System anwenden, oder auf einen Kalkreaktor zurückgreifen. Calcium und Carbonate werden über das BASIS-System nicht dosiert.

Das BASIS-System ist ein autarkes System zur Nährstoffversorgung, d.h. es braucht von Außen keine zusätzlichen gelösten Nährstoffe. Auch auf Phytoplankton, Bakterien oder ähnliche Produkte kannst und solltest Du in der Regel verzichten, weil das BASIS-System aquarieneigene lebende Organismen produziert und somit ein selbständiges biologisches System darstellt. Du musst Dich nur um die Fütterung der Fische kümmern, z.B. mit hochwertigem Zooplankton-Frostfutter (Artemia, Mysis, Krill, Lobstereier, Copepoden), oder selbst gezüchtetes Lebendfutter (z.B. ausgebrütete Artemia-Nauplien, ausgesiebte Brachionus). Hochwertiges Flocken- und Granulatfutter sowie naturbelassene Algen-/Pflanzenkost kann ebenfalls regelmäßig verfüttert werden.

Jedes Riffaquarium entwickelt und zeigt einen individuellen Iodverbrauch. Das BASIS-System dosiert Iod in einer Menge, die dazu ausreichen soll, um einen kritischen Mangel zu verhindern. In der Regel benötigt das SANGOKAI Riffaquarium von Zeit zu Zeit aber auch eine Anpassung des Iodgehalts, der z.B. über eine Fauna Marin economy Analyse laborbasiert bestimmt werden kann. Daher ist es ratsam, sango chem-individual IF im Haus zu haben, um ggf. einen verringerten Iodgehalt zügig anpassen zu können.

SANGOKAI Riffaquarien werden unabhängig von den verschiedenen Nährstoffversorgungssystemen (START-, BASIS-, HED-System) mit einer dauerhaften Filterung mit CLEAN carb als Langzeitaktivkohle betrieben. Informationen zur Dosierung und zur Anwendungsdauer findest Du in der Produktbeschreibung von CLEAN carb. Im SANGOKAI System darf nur eine Aktivkohle zum Einsatz kommen, die für den Langzeiteinsatz konzipiert ist.

Grundsätzlich gibt es keine spezifischen Vorgaben zur technischen Aquarienkonzeption oder zur Auswahl der Gestaltungsmaterialien. Es ist jedoch wichtig, dass eine qualitativ hochwertige Versorgung, wie sie das SANGOKAI System in Deinem Becken etabliert, auch ein qualitativ hochwertiges Beleuchtungs-, Strömungs- und Gestaltungskonzept sowie eine ausreichende Filterung voraussetzt.

Warum muss ich den BASIS-Dosierplan benutzen?

Der langsame Start ist in zweierlei Hinsicht wichtig:

Zum einen müssen die verschiedenen Organismen in Deinem Riffaquarium lernen, die Wirkstoffe aus dem Wasser aufzunehmen und im Stoffwechsel zu verwerten. Beide Prozesse, Aufnahme und Verwertung, sind sog. enzymkatalysierte Prozesse, d.h., es müssen bestimmte Proteine (sog. Enzyme) entwickelt und produziert werden, damit beide Prozesse überhaupt in Gang gesetzt werden können. Das braucht eine gewisse Zeit, manchmal kürzer (wenige Stunden), manchmal länger (einige Tage oder sogar 1-2 Wochen).

Es gibt immer Organismen, beispielsweise viele Bakterien, die solche Akklimatisationsprozesse schneller durchlaufen als andere. Korallen sind z.B. oft deutlich langsamer. Es wäre also falsch, schon am Anfang mit einer hohen Dosierung zu starten, weil es passieren kann, dass sich manche Organismen rasant vermehren und diese dann eine Konkurrenz auf die langsameren Organismen ausüben.

Zum anderen brauchst auch Du als Anwender etwas Zeit, um die Veränderungen im Riffaquarium nach und nach zu beobachten. Du wirst im Umgang mit der Dosierung der SANGOKAI Produkte schneller und sicherer werden und hast immer ein Auge auf das Becken und kannst Veränderungen frühzeitig erkennen und beurteilen.

Sowohl Du, als auch Dein Aquarium, brauchen einen ruhigen und entspannten Start.

Warum wird die BASIS-Dosierung bei einem Phosphatgehalt von < 0,02 mg/L halbiert?

Die organischen Mikronährstoffe im BASIS-System erhöhen die Stoffwechselaktivität v.a. auch in den Bakterienpopulationen und Mikroben. Dadurch werden Makronährstoffe wie Stickstoff (als Ammonium oder Nitrat) sowie Phosphat stärker verstoffwechselt. Um eine potentielle Nährstoffmangelsituation zu verhindern, wird bei einem niedrigen Nährstoffgehalt die Dosis der organischen Wirkstoffe halbiert. Es erfolgt also weiterhin eine optimale Mikronährstoffversorgung, allerdings angepasst an den niedrigen Phosphatgehalt auf einem geringeren Wirkstoff-Konzentrationsniveau.

Im Gegensatz zu Stickstoff, mit seinen verschiedenen relevanten Stickstoffformen, wie z.B. Ammonium, Nitrit oder Nitrat, ist Phosphat eine universelle und global wirksame Phosphor-Quelle und relativ leicht für uns zu bestimmen. Daher eignet sich die Veränderung im Phosphatgehalt sehr gut als Indikator für den Gesamtnährstoffhaushalt. Auch der Spurenmetallbedarf nimmt mit sinkendem Nährstoffgehalt ab, weshalb im BASIS-System sowohl die organischen Mikronährstoffe, als auch die daran angepassten Spurenmetalle in der Dosis halbiert werden.

Warum ist die BASIS-Dosierung für jedes Becken gleich? Ist das nicht abhängig vom Besatz?

Das BASIS-System dosiert vor allem organische Nährstoffe, die von allen Organismen im Riffaquarium verbraucht werden, d.h. von Bakterien, Mikroben, Kalkrotalgen, Filtrierern bis hin zu den Korallen. Auch die Fische können einige Wirkstoffe über ihre Schleimhäute resorbieren. Die organischen Wirkstoffe im BASIS-System sind so wertvoll, dass sie sofort im Stoffwechsel verarbeitet werden und sich daher nicht anreichern können. Für organische Wirkstoffe ist daher eine konstante tägliche Dosis in einem für das natürliche Korallenriff typischen Konzentrationsbereich unabdingbar. Jedes SANGOKAI Riffaquarium bekommt also täglich die gleiche Menge an Wirkstoffen, mit der es arbeiten kann.

Natürlich ist jedes Riffaquarium anders und wird daher auch v.a. im Bereich der Mikrobiologie und der Kleinstlebewesen sehr unterschiedlich mit den SANGOKAI Wirkstoffen umgehen. Hier überlassen wir das Aquarium seiner individuellen Entwicklung. Es wird aber pro Tag nicht mehr Organik zur Verfügung gestellt, wie es in einem physiologisch gesunden und naturähnlichen Rahmen sinnvoll ist. Die SANGOKAI Wirkstoffe sind schliesslich nur ein Werkzeug zur Produktion einer vielfältigen Organismengemeinschaft, die ihrerseits wieder selbst Nährstoffe und z.B. Plankton entwickelt und sich dadurch langfristig auch anteilig selbst versorgt.

Die Trennung von organischen Wirkstoffen im sango nutri-basic #1 und anorganischen Spurenmetallen im sango nutri-basic #2 bietet allerdings die Möglichkeit, dass man basierend auf verlässlichen Labormessungen den Anteil an Spurenmetallen individuell höher oder niedriger dosiert. Riffaquarien, die mit einem Algenrefugium arbeiten, oder die allgemein ein zu niedriges Spurenmetall-Niveau in Laboranalysen aufweisen, können z.B. auch mit einer Extra-Dosis einmal wöchentlich mit 1 mL pro 100 L sango nutri-basic #2 zusätzlich zur Routine-Dosis versorgt werden. Es ist also möglich, den anorganischen Spurenmetallgehalt individuell zu verändern.

Die Dosierung der organischen Nährstoffe ist im SANGOKAI System immer eine Konstante und darf nicht beliebig verändert werden, weil sonst die Stoffwechselaktivität z.B. der Bakterien zu stark gefördert werden kann, was eine ungünstige Konkurrenz gegenüber der Korallengemeinschaft erzeugen kann.