Anleitung für das SANGOKAI START-System

Mit der START-Anleitung vermeidest Du Fehler in der Startphase und hast optimale Kontrolle über Dein neues Riffaquarium.

Allgemeine Informationen und Voraussetzungen für den Start Deines Riffaquariums

Ein großes Projekt: Die START-Anleitung.


Diese Anleitung für das START-System bezieht sich vor allem auf den Neustart Deines Riffaquariums und beinhaltet sowohl die Planungsphase, als auch die tatsächliche Startphase, in der Du den START-Dosierplan anwendest. Die gesamte Ausarbeitung ist noch in Bearbeitung und wird stückweise erweitert und mit der Zeit vervollständigt.

Die richtige Anwendung und Dosierung der START-Produkte im laufenden Riffaquarium unabhängig vom START-Dosierplan findest Du in den Produktbeschreibungen zu sango nutri-NP complete und sango nutri-P comPlex.

Die optimale Organisation vor dem Aquariumstart ist der Schlüssel zum Erfolg.


Unabhängig davon, wie gut Du Dein Riffaquarium in technischer Hinsicht geplant hast, nennen wir Dir vor dem tatsächlichen Start noch einige wichtige Voraussetzungen, die oft übersehen werden und die Du kennen und erfüllen musst.

Im Wesentlichen geht es dabei um organisatorische und finanzielle Dinge, aber auch um die Herstellung und Bedeutung qualitativ hochwertigen Meerwassers. Im Folgenden geben wir Dir einen Überblick über die Themen und Entscheidungen, über die Du Dir vor dem Start Deines neuen Riffaquariums Gedanken machen musst.

Gestaltung und Korallenbesatz

Definiere Deine Gestaltung und Deine Wunschkorallen.


Dieses Thema wird genauso viel Zeit in Anspruch nehmen wie die Planung Deiner Technik. Sie hat sogar Priorität, denn: Gestaltung und Besatz bestimmen überhaupt erst, welche Technik am besten zu Deinem Projekt passt.

Auf was Du achten musst, haben wir Dir in dem Kapitel Planungsphase zusammengefasst.

Allgemeiner Zeitplan

Plane für den Beckenstart 14 Tage Arbeitszeit ein.


Auch wenn Familie und Beruf Priorität haben, starte Dein Becken nicht nebenher in einer Eile. Du wirst mit der Beckeninstallation, der Herstellung von Wasser und der Riffgestaltung eine Weile im Vorfeld beschäftigt sein.

Nach dem Start dauert der START-Dosierplan genau 14 Tage. In dieser Zeit wirst Du Dein Becken beobachten, kontrollieren, messen und natürlich mit dem Korallenbesatz starten. Alle Infos dazu bekommst Du hier in dieser Anleitung.

Optimales (Meer)Wasser

Du brauchst reines Ausgangswasser und ein optimales Meersalz.


Kein Riffaquarium ohne Meerwasser! Das ist klar. So einfach, wie es klingt, ist es allerdings nicht.

Was Du für die Erstbefüllung brauchst, welche Wasserparameter wichtig sind und wie Du die Wasserqualität Deines Meerwassers beurteilen kannst, erklären wir Dir in einem externen Kapitel zum Thema Wasseraufbereitung und Meerwasser.

Frisch gestartetes SANGOKAI Riffaquarium von Frank Stange 2016

Anleitung für die Startphase mit dem START-System.

Der START-Dosierplan ist Dir eine sichere Anleitung für die ersten 14 Tage Deines neuen Riffaquariums.

Woche 1: Vom Beckenstart bis zum ersten Korallenbesatz.


Es ist soweit! Die Planung steht, Du hast alle Technikkomponenten zuhause, alle künstlichen Gestaltungsmaterialien besorgt, hast optimales Ausgangswasser zur Verfügung und das Meersalz, die SANGOKAI Produkte und die nötigen Wassertests stehen bereit. Du kannst das Becken starten. Nach einer langen Planungsphase ist dies für Dich ein aufregender und freudiger Moment.

Wir gehen in dieser Anleitung chronologisch vor und besprechen Tag für Tag die wichtigsten Arbeitsbereiche und Kontrollaufgaben. Für jeden Tag haben wir Dir eine eigene Seite mit allen Informationen zusammengestellt, die Du über die folgenden Buttons einzeln aufrufen kannst. So hast Du v.a. als Einsteiger ein optimales Arbeitsschema.

Woche 2: Anpassung der START-Dosierungen und Kontrolle der Wasserparameter.


In der zweiten START-Dosierplanwoche arbeitest Du deutlich individueller mit den START-Dosierungen, entsprechend der Nitrat- und Phosphat-Messwerte, die Du an den vorgegebenen Messtagen erhebst.

Mit dem erfolgten initialen Korallenbesatz hast Du das Aquarium ökologisch auf das richtige Gleis gestellt. Ab jetzt kann es sich in Ruhe zu einem gesunden Korallenriffaquarium entwickeln, während Du den Korallenbesatz fortführend stetig erhöhst. Deine Korallen geben Dir praktisch alle Rückmeldungen, die Du brauchst, um die Entwicklung optimal zu beurteilen und zu steuern.

Deine erste professionelle Laboranalyse.

Welche Parameter sind wichtig und welche Werte spielen in der START-Phase eine besonders große Rolle?


Zu diesem wichtigen Thema wird ein SANGOKAI Video erscheinen.

Nach Abschluss des START-Dosierplans

Übergang zum BASIS-Dosierplan und Etablierung des BASIS-Systems


Direkt nach Abschluss des START-Dosierplans beginnt am Folgetag (Tag 15) die Etablierung des BASIS-Systems mit dem BASIS-Dosierplan. Das BASIS-System liefert v.a. eine organische und anorganische Mikronährstoffversorgung, die Dein junges Riffaquarium in den kommenden fünf Wochen auf ein hohes energetisches und produktives Ökosystem-Niveau anhebt.

Allerdings stehen Dir die beiden START-Produkte auch weiterhin zur Verfügung, um den Makro-Nährstoffgehalt auf einem optimalen Level zu halten. Unabhängig von den jeweils gemessenen Nitrat- und Phosphatwerten empfiehlt es sich, beide START Produkte, also sowohl nutri-NP complete als auch nutri-P comPlex, mindestens bis zum Abschluss des BASIS-Dosierplans, idealerweise sogar bis zu einem halben Jahr, einmal die Woche mit 1 mL pro 100 L gleichzeitig zu dosieren, um mit den vielen verschiedenen START-Wirkstoffen die allgemeine Nährstoffverfügbarkeit zu verbessern und stabil zu halten. Auch wenn Dein Nitrat- oder Phosphatgehalt erhöht sein sollte, spielen v.a. die organischen Hilfsstoffe in den START-Produkten eine wichtige Rolle und erleichtern insbesondere den Korallen die allgemeine Nährstoffaufnahme.

Bei Bedarf, d.h. wenn Nitrat und Phosphat nicht nachweisbar sind, oder sogar Nährstoffmangelsymptome vorliegen, dosierst Du die START-Produkte ganz individuell auch häufiger. Information zur optimalen Dosierung im individuellen Einzelfall findest Du in den jeweiligen Produktbeschreibungen zu nutri-NP complete und nutri-P comPlex.

Du solltest also Deine START-Produkte auf jeden Fall parallel zum BASIS System, und auch darüber hinaus komplett aufbrauchen. Eine Dosierung von 1 mL pro 100 L einmal wöchentlich für complete und comPlex ist in einem jungen SANGOKAI Riffaquarium immer förderlich und kann bei Bedarf natürlich auch angepasst werden.

FAQs zum START-System

Hier findest Du einige FAQs zum START-System.

Gilt das START-System für alle Gestaltungsmaterialien, z.B. auch bei Lebendgestein?

Ja. Es ist egal, welches Ausgangsmaterial Du zur Gestaltung nutzt, weil der START-Dosierplan die Entwicklung Deines Nährstoffgehalts berücksichtigt. Zwischen Tag 3 und Tag 7 im START-Dosierplan werden die START-Produkte immer dosiert, selbst wenn sich z.B. Nährstoffdepots aus lebenden Steinen zurück lösen sollten. Sowohl im sango nutri-NP complete, als auch im sango nutri-P comPlex werden auch schon organische Wirkstoffe dosiert, natürlich in angemessen niedriger Konzentration, die das Becken für die optimale und schnelle Akklimatisation braucht. Der Eintrag an Stickstoff und Phosphat in den ersten Dosierungen ist dabei nicht so hoch, als dass es zu einer ungünstigen Nährstoffanreicherung kommen würde. Solltest Du also ein Gestaltungsmaterial nutzen, dass eine gewisse Nährstoffbelastung mit sich bringt, wird der START-Dosierplan dies nach der ersten Woche berücksichtigen. Je nach gemessenem Nitrat- und Phosphatgehalt kannst Du dann die Dosierungen individuell an den Bedarf anpassen.

Es ist jedoch auch möglich, ein mit lebenden Steinen gestaltetes Riffaquarium direkt mit dem BASIS-System zu starten. Äquivalent zum START-Dosierplan wird hierbei direkt am zweiten Tag nach dem Beckenstart mit dem BASIS-Dosierplan gestartet. Die Entwicklung der ersten zwei Wochen und die Vorgehensweise beim Korallenbesatz läuft prinzipiell genauso ab wie in dieser Anleitung hier beschrieben. Allerdings ist es möglich, dass der Nährstoffgehalt (Nitrat, Phosphat) innerhalb kurzer Zeit auf ein nicht mehr nachweisbares Niveau fällt und eine nachträgliche Bedarfs-Dosierung der START-Produkte sinnvoll wird.

Muss ich im SANGOKAI System Bakterien dosieren?

Nein. Das SANGOKAI System dosiert grundsätzlich keine Bakterien, weder für den Beckenstart, noch im laufenden Betrieb. Der wesentliche Grund dafür ist, dass in externen Systemen hergestellte bzw. gezüchtete Organismen, die nicht aus dem natürlichen Korallenriff stammen (wie z.B. Korallen), im Riffaquarium möglicherweise gar keine für sie geeignete Lebensgrundlage vorfinden, weil z.B. für sie essentielle Nährstoffe fehlen, und durch ihr Absterben dann eine potentielle Belastung darstellen.

Alle für Dein Riffaquarium notwendigen Bakterien gelangen mit dem Korallenerstbesatz in Dein SANGOKAI Riffaquarium und diese Bakterien sind auch überlebensfähig. Diese natürlichen Bakterien können sich dann im Aquarium parallel zu den Korallen entwickeln, v.a., weil sie mit der SANGOKAI Nährstoffdosierung überhaupt erst eine stabile Lebensgrundlage vorfinden. Es gilt grundsätzlich zu vermeiden, dass Dein SANGOKAI Riffaquarium vor dem Korallenbesatz mit exogenen Bakterien beladen wird, die möglicherweise rasch absterben und das Becken mit Mulm belasten, oder auch im Falle einer biologischen Wirkung konkurrierend zum Korallenerstbesatz wirken.

Aus den genannten, v.a. ökologisch nachvollziehbaren Gründen, wird im SANGOKAI System nur mit den natürlichen Bakterien gearbeitet, die mit Deinen Korallen assoziiert sind und die Du mit dem frühzeitigen Ersatzbesatz nach Abschluss der ersten Woche des START-Dosierplans einbringst. Diese werden sich dann in einem gesunden zeitlichen und qualitativen Rahmen parallel zu den Korallen entwickeln.

Es ist dabei völlig unbedeutend, mit welchem Gestaltungsmaterial Du arbeitest. Vor allem in einem z.B. rein keramisch gestalteten Riffaquarium, in dem zu Beginn weder Ammonium, noch Phosphat oder andere wichtige Makronährstoffe vorliegen, ist z.B. die Dosierung von nitrifizierenden Bakterien äußerst fragwürdig und sogar potentiell kontraproduktiv, weil die Bakterien durch das Ammonium-Defizit gar keine Lebensgrundlage vorfinden. Wenn diese absterben, belasten sie das Aquarium mit Mulm (v.a. totes organisches Zellwandmaterial), der später wieder ungünstige Auswirkungen haben kann.